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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Sie lebten auf der Überholspur

11.05.2015

Berne Eine Totenmesse voller Heiterkeit – geht so etwas? Und wie, wenn es sich bei den auf diese Weise Geehrten um die charismatischen Größen des Rock und Blues handelt, die alle zum sogenannten Club 27 gehören. Denis Fischer und Band ließen sie am Wochenende in der Kulturmühle in Berne wieder lebendig werden.

Lang ist die mysteriöse Liste von Künstlern, die Musikgeschichte schrieben und die nach einem Leben auf der Überholspur im Alter von nur 27 Jahren starben. Beginnend mit Jim Morrison über Janis Joplin, Jimi Hendrix, Nirvanas Kurt Cobain und Amy Winehouse bis zu Bluesmusiker und Frauenheld Robert Leroy Johnson, der 1938 an einer Strychninvergiftung zugrunde gegangen sein soll, reicht die Liste. Ihre Lieder bestimmten das Programm, mit dem Gitarrist und Sänger Denis Fischer, Pianist Carsten Sauer und Ralf Stahn am Kontrabass das Publikum in der Kulturmühle mitriss und in vielen Erinnerungen schwelgen ließ.

Denis Fischer verstand, es mit seiner wunderbaren Stimme zu überzeugen. Zudem zauberte er mit seiner gekonnten Moderationen Bilder in die Köpfe der Zuhörer – Bilder, auf denen die Legenden gemeinsam auf ihren Harleys durch die Wüste fahren, Joints rauchen, viel zu viel Alkohol trinken, sich gegenseitig ihre Traumata schildern, Autos klauen.

„I dont have a Gun“ („Ich habe kein Gewehr“) sang Kurt Cobain in „Come as you are“. 1994 setzte er sich die Flinte unters Kinn und drückte ab. Auch Lou Reed, der sich durch einen Zahlendreher Zugang zum „Club 27“ verschaffte – er starb mit 72 – oder Cat Stevens, der im Alter von 27 Jahren mit Selbstmordgedanken in die Fluten stieg und als Yusuf Islam wieder auftauchte, blieben nicht unerwähnt.

Viel zu schnell verging der abwechslungsreiche Streifzug durch die Musikgeschichte, dessen offiziellen Abschluss vor den Zugaben Neil Youngs „My, My, Hey, Hey“ bildete. Der gehöre zwar nicht zum „Club 27“, aber die Textzeile „Rock ’n’ Roll never dies“ aus dem Song passe hervorragend, meinte Denis Fischer.

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