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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

BRAUCHTUM: Silberbüchse für Indianer-Fan

24.12.2008

NORDENHAM Es ist ein schöner Brauch, seinen Angehörigen und Freunden zu Weihnachten eine Freude zu machen. Manche Geschenke bleiben dabei ganz besonders in Erinnerung. Die NWZ fragte bei bekannten Nordenhamern nach, was ihr schönstes Weihnachtsgeschenk war.

Bei der Frage fällt Stefan Jaedtke, dem Musiker und Programmchef der Jahnhalle, schnell die erste Gitarre ein, die er im Alter von 14 oder 15 Jahren von seinen Eltern bekommen hat. „Heutzutage wissen viele Kinder ja schon Wochen vorher, was sie zu Weihnachten geschenkt kriegen. Ich wusste damals von nichts und war völlig überrascht.“ Dass sich ihr Sohn für Musik interessierte, hatten die Eltern aber schon mitbekommen. „Damals keimte erstmals der Wunsch auf, einmal in einer Band zu spielen.“ Die Gitarre hat Stefan Jaedtke noch heute. Und hin und wieder spielt der 46-Jährige auch darauf.

Pfarrer Hans-Wilhelm Biermann aus Abbehausen erinnert sich besonders gerne an das Fahrrad zurück, das er im Alter von 13 Jahren geschenkt bekommen hat. Der Drahtesel der Marke Rabeneick galt seinerzeit als Mercedes unter den Fahrrädern. „Um das Fahrrad zu bekommen, durfte ich in meinem Schulzeugnis keine Note schlechter als drei haben. Dabei stand ich in zwei Fächern auf fünf,“ verrät der 61-Jährige. Das Fahrrad als Anreiz für bessere Leistungen in der Schule – bei Hans-Wilhelm Biermann klappte es. „Ich war vorher mit einem Tretroller unterwegs. Und damit machte ich mich natürlich zum Gespött meiner Freunde.“ Das Fahrrad hat der Pfarrer später einem Durchreisenden in Abbehausen geschenkt.

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Die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter erinnert sich daran, dass sie als Kind gerne Indianer gespielt hat und absoluter Karl-May-Fan war. Und da war die Freude natürlich besonders groß, als ihre Mutter ihr zu Weihnachten aus einer Wolldecke und der kurzen Hose des Bruders ein Winnetou-Kostüm nähte. Vom Vater gab’s Winnetous Silberbüchse – handgefertigt aus Holz. „Den Kolben hat er ganz fein geschliffen und das Gewehr mit silberfarbenen Ziernägeln beschlagen. Das waren schöne, weil sehr persönliche Geschenke“, erinnert sich die 53-Jährige.

Für den Künstler Hermann Borchers war der Vater selbst das größte Weihnachtsgeschenk. „Es war 1946, wir hatten monatelang nichts von ihm gehört, wussten nicht, wo er war. Und kurz vor Weihnachten stand er vor der Tür.“ Dieses Weihnachtsfest wird der 79-Jährige nie vergessen. „Mein Vater war aus einem Konzentrationslager in der Nähe von Hamburg freigelassen worden, wo er als Kriegsgefangener inhaftiert war.“

Stadtbrandmeister Ralf Hoyer erinnert sich besonders gerne an die Märklin-Eisenbahn zurück, die in seiner Kindheit als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum lag. „Das war wirklich eine tolle Überraschung. Eine Eisenbahn mit einem Bahnübergang zum Öffnen und Schließen.“ Heute empfindet es der 46-Jährige immer wieder als großes Geschenk, dass er gemeinsamen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern bei guter Gesundheit Weihnachten feiern kann.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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