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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

So werden Fremde zu Freunden

12.11.2015

Burhave Maria schlummert so selig, wie man nur schlummern kann in all dem Trubel. Für das gerade acht Monate alte Flüchtlingsmädchen gibt es in diesem Moment keinen schöneren Platz als die Arme von Yvonne Schröder. Marias Eltern stöbern an den Tischen mit Sachspenden, die im Rathaussaal aufgebaut sind. Ihre Kleine ist derweil bei der Eckwarderin, die Maria bereits kennt, weil deren Schwester bei ihr Kinderturnen hat, bestens aufgehoben. Eine Szene am Rande des Festes der Begegnung, das am Mittwochnachmittag in Burhave stattfand. Es war ein riesengroßer Erfolg, die Resonanz enorm.

Zu dem Fest hat die Gemeinde in den Rathaussaal eingeladen. Viele Menschen folgen dieser Einladung – Einheimische ebenso wie Flüchtlinge. Butjadinger Bürgerinnen und Bürger haben haufenweise Spenden – vornehmlich Kleidung – zusammengetragen. Die Tische sind dicht umlagert. „Man kommt kaum mit dem Auspacken nach“, sagt Manuela Bode, 2. Vorsitzende des Bürgervereins Ruhwarden, der ebenso einen Stand im Saal aufgebaut hat wie das Familien- und Kinderservicebüro Butjadingen.

Gegenüber bei der Burhaver Jugendfeuerwehr bekommen zwei Jungs von Daike Reinecke Feuerwehrautos aus Pappe geschenkt und ziehen hoch beglückt wieder ab. Direkt neben der Jugendwehr sitzen die Mitglieder der Dorfgemeinschaft und des TV Eckwarden und informieren über ihre Angebote. Am Stand der Kreisvolkshochschule können sich Flüchtlinge direkt für einen Deutschkursus anmelden, der am Montag beginnt.

Renate Hibbeler vom Frauenchor Intermezzo schwirrt durch den Saal, wenn sie nicht gerade dabei ist, Spenden auszugeben. Das Refugium Wesermarsch ist vor Ort, ebenso die Kinderhilfe Butjadingen. Den Kuchen, den es in einer Cafeteria gibt, haben die Landfrauen gebacken. Überall stehen Menschen zusammen, kommen ins Gespräch, knüpfen neue Kontakte oder vertiefen bestehende.

Fremde werden zu Freunden an diesem Nachmittag, zumindest zu Bekannten – genau so hatte sich Bürgermeisterin Ina Korter das Fest der Begegnung vorgestellt. Mit einer derart gewaltigen Resonanz hatte aber selbst sie nicht gerechnet.

Wird es eine Wiederholung geben? Das will Ina Korter gewiss nicht ausschließen. Allerdings würde sie sich freuen, wenn die Organisation dann nicht Sache der Gemeinde wäre, sondern Vereine bereit wären, diese Aufgabe zu übernehmen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   nwz.tv/wesermarsch 
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Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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