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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kulturleben: Soloabend statt Dichter-Wettbewerb

10.10.2016

Burhave Poetry Slam boomt. Nicht nur in seinem Herkunftsland, den USA, sondern auch hier in Deutschland. Vor diesem Hintergrund sollte Freitagabend im Burhaver Loungehouse der erste Poetry Slam-Wettbewerb stattfinden, bei dem fünf Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellen wollten. Doch es kam anders, denn vier Mitglieder der Bremer Slammer-Szene waren erst gar nicht zu dem vereinbarten Termin erschienen. Und sie hatten es nicht für nötig erachtet, die Veranstaltung abzusagen.

„Das geht gar nicht“, empörte sich Sabine Turrell vom Loungehouse. „Wir haben im Vorfeld zwölf Mal hin- und her gemailt.“ Die Sozialarbeiterin und Mitveranstalterin hatte für den Poetry-Slam-Abend extra ihren Dienst getauscht.

Auch Renate Knauel vom Gezeiten-Arbeitskreis und Verein Literaturplus Wesermarsch äußerte ihren Unmut über das Verhalten der jungen Nachwuchskünstler. „Das ist das Schlimmste, was einem Veranstalter und natürlich dem Publikum passieren kann“, erklärte die Butjenterin den knapp 50 Gästen.

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Sie appellierte an die Geduld der Wartenden, denn wenigstens der Landesmeister der unter 20-Jährigen Poetry Slammer hatte auf Nachfrage sein verspätetes Eintreffen angekündigt. Mirko Gilster präsentierte dann ein improvisiertes Soloprogramm.

Eine Dreiviertelstunde lang trug der 18-Jährige lyrische Texte aus seinem Repertoire vor. Einige stammten aus seinem im letzten Jahr im „Epubli“-Verlag erschienenen Buch „Das Leben hat keinen Humor“. Andere waren jüngeren Datums.

Da ging es unter anderem um Spießertum, Erlebnisse aus der eigenen Schulzeit, die Macht des Regens – kurzum um menschliche Unzulänglichkeiten.

Der 18-Jährige präsentierte seine gesellschaftskritischen, skurilen und zugleich auch humorvollen Texte mit den vielen Reimen überwiegend frei, manchmal aber auch mit Blick in sein Buch oder auf das iPad. Er verhaspelte sich das eine oder andere Mal – der Braker musste eben kurzfristig improvisieren. „Lange nicht mehr so viel geredet“, meinte er denn auch.

Mirko Gilster, der im Frühjahr die Allgemeine Hochschulreife abgelegt hatte und jetzt in Oldenburg studiert, überzeugte in Burhave auch wieder durch seine unterhaltsame und rhythmische Darstellung.

Die Idee des Poetry Slams besteht nämlich darin, die eigenständig verfassten Beiträge nicht nur selbst zu lesen, sondern ihnen gleichzeitig über das Spiel mit der Stimme, Mimik und Gestik möglichst viel Leben einzuhauchen. Zugegeben, es war am Freitag weiß Gott kein Dichterwettkampf, bei dem das Publikum die Jury ist, aber es war durchaus eine gelungene Poetry-Slam-Präsentation.

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