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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Spannende Hör-Erlebnisse mit 40 Blockflöten

13.02.2016

Nordenham Die Aula des Nordenhamer Gymnasiums war gut gefüllt am Donnerstagabend. Und das Publikum, war neugierig. Neugierig auf eine Musik, die man nicht alle Tage zu hören bekommt. Vier junge Musiker, 40 Blockflöten. Das Boreas-Quartett, gefördert vom Deutschen Musikrat, zog auf Einladung der Nordenhamer Goethe-Gesellschaft alle Register.

Unter dem Titel „Il flauto magico“ stellten die Musiker Werke aus der Renaissance- und der Barockzeit Werken aus der Moderne kontrastreich gegenüber. Das gut anderthalbstündige Konzert begann mit „Une jeune fillette“, einem bekannten Lied aus dem 16. Jahrhundert, das Eustache du Caurroy (1549-1609) zugeschrieben wird. Auf Renaissance-Blockflöten in verschiedenen Stimmlagen gespielt, erhielt das Publikum hier bereits einen ersten Eindruck von dem warmen und weichen Klang eines solchen Ensembles und gleichzeitig einen lebendigen Eindruck davon, wie zur damaligen Zeit Kammermusik in einer typischen Besetzung geklungen haben könnte.

Keck und virtuos

Jede einzelne Flöte hatte ihren eigenen Charakter und in dieser Komposition jeweils eine eigenständige Stimmführung. Alle vier Stimmen zusammen ergaben dabei trotzdem einen sehr harmonischen Zusammenklang, der mal meditativ, mal keck und virtuos ausgelebt wurde. Sehr schnell wurde zudem deutlich, dass das Blockflötenspiel viele reizvolle Facetten durch viele ungewöhnliche Spieltechniken zu bieten hat.

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In dem in Minimal-Music -Technik von Fulvio Caldini (*1959) komponierten „Fade Control“ ging es zum Beispiel darum, sehr rhythmische, sich immer mehr verdichtende Tonelemente spannungsreich und präzise zu gestalten. Eine große Herausforderung an das Zusammenspiel eines jeden Ensembles. Hierin setzen Georg Fritz, der für Jin-Ju Baek an diesem Abend eingesprungen war, und Luise Manske im Bassbereich speziell für Neue Musik entwickelte kantige Paetzold- Blockflöten ein. Sie haben einen besonderen Klang und bieten durch ihre einfache Klappenmechanik auch perkussive Möglichkeiten. Das machte die Aufführung dieser Komposition zu einem besonderen Ereignis.

Auch in der für Blockflötenquartett komponierten „Besorgnis der Sperlinge“ (2013/2014), einer ausgezeichneten, den ganzen Raum als Aufführungsort einnehmenden Komposition von Farzia Fallah (1980), wurde der Reiz von neuen Spielweisen auf der Blockflöte deutlich. Julia Fritz gestaltete hierin auf der Altflöte, allein auf der Bühne stehend, eine spannende mit glissando, mehrstimmigem Spiel und vielen weiteren neuen Spieltechniken bestückte gelungene Interpretation des vorangestellten Soloparts. In der Folge setzten auch die drei anderen im Raum verteilten Musiker ein. Dabei entstanden ganze Klangwelten, von allen Seiten umgaben die Zuhörer Tonfragmente und andere assoziationsreiche Klänge.

Zugabe gefordert

Nach diesen und weiteren Ausflügen in eine interessante Auswahl fesselnder Blockflötenliteratur und der humorvollen und informativen Moderation von Elisabeth Champollion entließ das Publikum dieses außergewöhnliche Blockflötenquartett erst nach einer gern gegebenen Zugabe.

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