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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Spielplatz ist ein Stück Heimat

14.09.2016

Rodenkirchen Horst Mauritschat lässt seinen Blick über den gepflegten Spielplatz schweifen. Um die Zukunft des Bürgervereins Mühlenland, sagt der 70-Jährige, sei ihm nicht bange.

Denn seit seiner Gründung vor fast genau 40 Jahren ist der Bürgerverein jung geblieben. Jedes zweite der 141 Mitglieder steht in der ersten Lebenshälfte. Das liegt zum einen am Generationenwechsel in der Siedlung, zum anderen aber auch daran, dass der Verein im benachbarten Neubaugebiet Konrad-Adenauer-Straße mit Erfolg junge Familien als Mitglieder wirbt.

80 Bauplätze

Gegründet wurde der Bürgerverein Mühlenland am 1. Oktober 1976 auf Initiative von Gerhard Wagner. Der arbeitete, wie viele andere Neu-Rodenkircher auch, im Kernkraftwerk Unterweser, das gerade im Aufbau war. Die Siedlung Mühlenland entstand auf ehemaligen Kuhweiden und ist nach der alten Hartwarder Mühle benannt. Horst Mauritschat kam damals von Brake ins Mühlenland; für einen Quadratmeter seines Grundstücks zahlte er 6,50 Mark, wie er sich erinnert.

Insgesamt entstanden 80 Bauplätze, „besonders begehrt waren die am Sieltief“, erzählt der frühere Polizeibeamte. Die Straßen wurden nach den Inseln Helgoland, Wangerooge, Baltrum und Mellum benannt.

Zur Gründungsversammlung des Bürgervereins kamen 18 Interessierte in die heutige Gaststätte Friesenhof, damals Hasbargen. In der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung am 8. Dezember 1976 in der Gaststätte Hubertushof wurde Gerhard Wagner zum Vorsitzenden gewählt. er blieb es vier Jahre lang. Ihm folgten Erwin Odrian, Manfred Winter, Adolf Krabbe, Lothar Timmling, Olaf Strathmann und Dieter Frerichs. Seit Februar 2007 führt der jetzt 70-jährige Horst Mauritschat den Vorsitz, und er steht im nächsten Februar für eine Wiederwahl bereit.

Erfolge mit Marktwagen

„Wir sind ein reiner Gesellschaftsverein“, betont der Vorsitzende. Zum Jahresprogramm gehören das Maibaumsetzen, der Ausflug, die Radtour – dieses Jahr fuhren 60 Mitglieder zum Bollenhagenwald, darunter 20 Kinder – und die Kohltour.

Seit 1983 beteiligt sich der Bürgerverein mit einem eigenen Wagen am Umzug zum Rodenkircher Markt. Jedes Mal erkannte die Jury dem Wagen einen Platz im oberen Drittel zu, 13 Mal sogar den Sieg. Im vergangenen Jahr erreichte der Mühlenlander Marktwagen zum Thema Villa Feuerstein die meisten Punkte. In diesem Jahr verwirklicht der Vereine eine Idee, die neun Familien gemeinsam eingebracht haben.

Relativ bald nach der Gründung schufen die Mitglieder in Eigenarbeit den Spielplatz an der Wangeroogestraße und bauten eine alte Garage in die kleine Vereinshütte um, die bis heute ein beliebter Treffpunkt der Mühlenlander ist. Immer noch pflegen sie das Dreieck am Eingang der Siedlung, das früher der Festplatz war.

  Die 40-Jahr-Feier findet am Sonnabend, 1. Oktober, in der Markthalle statt. Einlass ist ab 10.30 Uhr, das kurz gehaltene Programm beginnt um 11 Uhr. Horst Mauritschat begrüßt die Gäste, Bürgermeister Klaus Rübesamen hält eine Ansprache. Danach gibt es Bratwürste und Getränke und ganz viel Zeit zum Klönen. Für Kinder werden Fußball-Tore und Maltische aufgestellt.

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