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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Brauchtum: Traditionspflege mit Doppeljubiläum in Strohausen

02.05.2018

Stadland Man schrieb das Jahr 1928, als die Strohauser den Pfingstbaumklub Weserstrand gründeten. In den späteren Kriegsjahren jedoch, so erzählte der Vereinsvorsitzende Wilfried Schellstede jetzt, ruhte das Vereinsleben, und der Traditionsbaum wurde zersägt und verfeuert. 1958 benannten die Strohauser ihren einstigen Pfingstbaumclub in Bürgerverein Strohausen um – und statt eines Pfingstbaums wurde fortan ein Maibaum gesetzt. An diesem Montag nun, am Abend vor dem 1. Mai, begingen die Strohauser den 90. Jahrestag der Vereinsgründung. Da passte es gut, dass just auch ihr 17 Meter langer Baum seinen 60. Geburtstag hatte.

Dem Fest waren viele Tage des Arbeitseinsatzes vorangegangen: Der kleine Festplatz auf der Innenseite des ehemaligen Strohauser Sieltiefs wurde mit Hacke, Pinsel und Farbe aufgefrischt, ein kleines Festzelt aufgestellt, Buchsbaum geschnitten, der Maibaum am Schöpfwerk aus dem Winterlager geholt und anschließend mit viel Liebe geschmückt. Der Baum war bereits fest in seiner Halterung montiert, als sich am Festtag die Mitglieder des Bürgervereins nach einer geselligen Kaffeetafel im Zelt zum knapp halbstündigen Mai-Umzug durchs Dorf versammelten.

Begleitet wurden sie dabei vom Jugend- und Musikzug Rodenkirchen. Nach dem Aufrichten des Baumes und dem Aufziehen der Vereinsfahne begrüßte Wilfried Schellstede in einer kurzen Ansprache die Gäste. Und er lud sie ein, auch beim gemütlichen Grillabend auf dem Dorfplatz mit dabei zu sein. Namentlich hieß der erst seit drei Monaten amtierende Vereinsvorsitzende bei dieser Gelegenheit seine drei Vorgänger Onno Ficke, Ummo Wedelich und Manfred Diehm willkommen. In den vergangenen 39 Jahren hätten sie den Bürgerverein mit Leben gefüllt.

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Nur wenige Kilometer entfernt hievten auch die Mitglieder des Bürgervereins Sürwürden-Alse ihren Maibaum hinter der Gaststätte Kiek mol rin in die Senkrechte. Auf ihrer kurzen Umzugsroute von der Alser Dorfmitte entlang der Sürwürder Straße hatten die Baumträger und die Träger der Krone zuvor aber noch allerhand zu wuppen, denn an fast jedem Haus mussten sie stoppen – und die Anwohner begrüßten sie herzlich mit einem Kurzen. Baum absetzen, Baum wieder schultern, und das im Drei-Minuten-Takt. Dazu spielte Günter Burmester auf dem Akkordeon.

Während die Männer ihren Maibaum später auf dem Festplatz fachgerecht montierten, vergnügten sich die Kinder auf einer Springburg und die Frauen bereiteten den Grill vor.

An vier Orten in Stadland wurden Maibäume aufgerichtet. In Augustgroden hielt der Bürgerverein diese Tradition hoch. In Rodenkirchen hatte der Bürgerverein Mühlenland einen Umzug mit dem bunt geschmückten Baum organisiert, bevor der Stamm schließlich in die Senkrechte befördert wurde.

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