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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Diese Maulwürfe lassen das Moor beben

18.05.2018

Stadland Wer Metal spielt, trägt Schwarz. Auch wenn die Texte auf Platt gesungen werden. Deshalb heißt die erste CD der plattdeutschen Metal-Band De Winnewupps „He mööt swatt ween“ – „Er muss schwarz sein“.

Ab Freitag, 25. Mai, ist die Scheibe im Handel. Und an diesem Tag feiert die Band ihre erste CD mit einer Release-Party im Wirtshaus Hahnenknooper Mühle. Einlass ist ab 19 Uhr, das Konzert soll um 20 Uhr beginnen.

Alles auf Platt

„He mööt swatt ween“ nimmt natürlich auch Bezug auf den Namen der Band. Ein Winnewupp ist ein Maulwurf, und der ist bekanntlich ebenfalls schwarz.

Seit 2014 gibt es die Band in dieser Zusammensetzung, wie der Schlagzeuger Patrick Frerichs sagt. Der 37-jährige angestellte Dachdeckermeister wohnt in Rodenkirchen. In der Gemeinde Jade wohnen der Sänger Thorben Schulz und der Gitarrist Tammo Gollenstede, beide 27. Vierter im Bunde ist der Bassist Matthias Ilse, 28, der aus Ostfriesland stammt und jetzt in Bremen lebt.

Eintrittskarten

für die Release-Party gibt es im Vorverkauf für fünf Euro und an der Abendkasse der Hahnenknooper Mühle für acht Euro. Der Vorverkauf läuft in der Hahnenknooper Mühle und bei den Bandmitgliedern. De Winnewupps sind zu finden bei Facebook und Instagram sowie unter www.de-winnewupps.de.

Patrick Frerichs hatte auch die Idee, eine Metalband mit eigenen plattdeutschen Texten zu gründen. Die ersten Gedanken dazu sind schon 20 Jahre alt. Konkret wurden sie vor etwa fünf Jahren bei einem Polterabend. Damals saßen Patrick Frerichs und Tammo Gollenstede an einem Tisch und schnackten über eine solche Band. Beide waren mit der plattdeutschen Sprache aufgewachsen und in Bands aktiv: Tammo Gollenstede bei der Metal-Band Dammit und Patrick Frerichs bei der Top-40-Formation Deichfieber.

Und beide wussten von Rockbands, die bekannte Liedtexte ins Plattdeutsche übertrugen. Sie aber wollten mehr: eigene Melodien mit eigenen Texten. Im Laufe eines Jahres fanden sie ihre beiden Mitstreiter Thorben Schulz und Matthias Ilse.

Und einen Probenraum fanden sie auch: den umgebauten Schweinestall am Elternhaus von Patrick Frerichs in Augusthausen.

Annie Heger beißt an

Jetzt galt es Auftrittsmöglichkeiten zu organisieren. Eine schufen sie sich selbst in Augusthausen: ein Festival mit dem Titel „Das Moor bebt“. Einen ersten großen Erfolg landeten De Winnewupps vor zwei Jahren beim sechsten Bandcontest in Schüttorf (Kreis Grafschaft Bentheim), wo sie das Online-Voting für den Publikumspreis gewannen. Ein Jahr später gewannen sie beim plattdeutschen Bandcontest Plattsounds in Celle den ersten Preis, der mit 1000 Euro dotiert war.

Doch damit nicht genug: Die Moderatorin Annie Heger, eine bekannte junge Plattschnackerin, nahm das Quartett unter ihre Fittiche, zu denen auch das Berliner Label Kosmopolit gehört. Und bei diesem Label erscheint das Album „He mööt swatt ween“. Neun norddeutsche Lieder, wie Tammo Gollenstede sagt, der alle Melodien komponiert und fast alle Texte geschrieben hat. Die Themen reichen vom „Schietwetter“ – das versteht auch ein ausgewiesener Hochdeutscher – bis zur Schizophrenie („De Bangenmoker“).

Überhaupt nicht bange ist den Winnewupps vor der Release-Party, bei der sie auch plattdeutsche Coverversionen spielen wollen – etwa den Mitgröl-Shanty „Aloha Heja He“ von Achim Reichel. Und im September folgt eine weitere Herausforderung: der Local-Heroes-Bandcontest in Hannover.


Die Band ist zu finden unter   www.de-winnewupps.de 
Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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