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JAHRESKONZERT: Stadtkapelle spielt in Festtagslaune auf

24.02.2009

ATENS Über einen nahezu ausverkauften Friedeburg-Saal freute sich am Sonntagnachmittag der Vorsitzende und Dirigent der Stadtkapelle Nordenham, Ralf Hesse. Zur Begrüßung des Publikums ertönte beim traditionellen Jahreskonzert des Orchesters die „Festtagsromanze“. Ein Festtag war es für die 35 Musiker im Alter zwischen 13 und 80 Jahren allemal, feiert die auf Betreiben des damaligen Stadtdirektors Friedrich Knöppler gegründete Kapelle doch in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen.

Bei der Begrüßung hob Ralf Hesse den Nordenhamer Bürgermeister Hans Francksen, dessen Stellvertreter Ulf Riegel, den Fanclub der Kapelle sowie Kollegen und Vertreter befreundeter Musikvereinigungen wie zum Beispiel Abordnungen des Musikvereins Harmonie Cappeln oder des Shantychors Butjenter Blinkfüer besonders hervor.

Die Moderation des Nachmittags hatte das Ehepaar Anja und Ralf Hesse übernommen, das im Wechsel Wissenswertes über die einzelnen Musiktitel sowie deren Herkunft und Komponisten vermittelte. Unter dem Motto „Melodien aus alter und neuer Zeit“bot die Stadtkapelle ein vielseitiges Programm. Dazu zählten zum begeisterten Mitklatschen animierende Volksweisen wie „Kalinka“ aus Russland. Die Russen seien eines der sangesfreudigsten Völker der Erde, merkte Anja Hesse an. Ihre Tochter Anne-Marie präsentierte ein brillantes Klarinetten-Solo innerhalb der ungarischen Nationaltanzmelodie „Czárdás“. Dafür erhielt sie viel Beifall.

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Gekonntes Trompetensolo

Im Alter von zwölf Jahren hatte Carsten Ebeling mit der Trompete die erste Bekanntschaft gemacht. In der Stadtkapelle wirkte er jetzt als 18-jähriger Solist mit. Absolute Stille im Publikum herrschte bei seinem gekonnten Vortrag.

Ehrenmitglied Heinz Köpke ließ es sich nicht nehmen, als karnevalistisch zurechtgemachter Witzeerzähler die Bühne zu besteigen. Zudem bereicherte er die Vereinskasse der Stadtkapelle. An Ralf Hesse übergab Heinz Köpke 1000 Euro, die aus einer privat geplanten Reise stammen, die wegen des Ablebens seiner Ehefrau jedoch nicht angetreten werden konnte.

In „alter Zeit“, nämlich 1987, hatte die Stadtkapelle bereits den „Dessauer Marsch von 1905 intoniert, den sie ihrem aufmerksamen Publikum am Sonntag ebenso präsentierte wie den „Florentiner Marsch“. Bei der „Slavonicka-Polka“ sinnierte Orchesterleiter Ralf Hesse darüber, ob diese Polka nun mehr böhmischen oder aber mährischen Ursprungs sei. Doch bei der später folgenden „Südböhmischen Polka“ entschied Anja Hesse: „Egal, wir spielen sie nordenhamerisch.“

James Bond-Melodien, das „Harry-Lime-Thema“, ein Medley aus dem Musical „Cats“ und viele andere Melodien getragener oder auch schmissiger Art schlossen sich an, bevor Bürgermeister Hans Francksen seinen Schwager und Nachbarn Wolf-Dieter Ebeling, den 2. Vorsitzenden der Stadtkapelle, für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein mit Urkunde und Krawattennadel auszeichnete.

Aus Anlass des 35-jährigen Bestehens der Kapelle bedankte Ralf Hesse sich mit kleinen Aufmerksamkeiten bei den Gründungsmitgliedern Rolf Bultmann, Heinz Köpke, Günther Boschen, Otto Kohrt und Ewald Büsing. Treueehrungen der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände für 10 Jahre gab es für Karin und Klaus-Dieter Münzberger sowie für 30 Jahre für Sylke Frerichs und Anja Hesse. Die Jugendehrung des Niedersächsischen Musikverbandes für acht Jahre Mitgliedschaft wurde Antje Hesse zuteil.

„Lili Marleen“ zum Finale

Außerdem freute sich der Dirigent über die neuen aktiven Mitglieder Dina Suhr (Klarinette), Lisa Marie Röben (Klarinette), Jessica Drud (Tenorsaxophon) und Anja Schmitz (Trompete) . Den Abschluss des unterhaltsamen Nachmittags bildeten als Zugaben der „Radetzkimarsch“ sowie die Lieder „Die kleine Kneipe“ und „Lili Marleen“.

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