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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Theater: Sternstunden mit listiger Magd

13.02.2012

WADDENS Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war für die Bevölkerung voller Not und Entbehrungen. Einen liebevollen und humorvollen Blick auf diese Zeit wirft derzeit die Waddenser Spielschar mit ihrem aktuellen Theaterstück „Op Düvels Schuvkor“ von Karl Bunje, das am Freitag im Butjenter Premiere feierte.

Damit haben die Waddenser Theaterspieler großen Mut bewiesen, denn der Vierakter weist nicht nur zweieinhalb Stunden Spielzeit und viel Text auf. Auch ist das Stück unter dem Titel „Verteufelte Zeiten“ aus dem Hamburger Ohnsorg-Theater einem breiten Publikum bekannt und die Messlatte entsprechend hoch.

Lachanfälle

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Doch die Premieren-Zuschauer im fast voll besetzten Saal erlebten so etwas wie eine Sternstunde, denn die Waddenser übertrafen fast noch das Original mit ihrer Aufführung. Vor allem die Geschwindigkeit der Handlung und das Können der Protagonisten riss das Publikum zu wahren Lachanfällen und Beifallsstürmen hin.

Herausragend war neben Otto Neckritz als Knecht Jan Spin und Olaf Keiser als Bauer vor allem Heike Antons in ihrer Rolle als Magd Taline. Sie spielte die tragende Rolle mit einer Leichtigkeit, die das Publikum begeisterte. Und auch die wenigen Texthänger und Zwiegespräche mit der Topusterin Waltraud Dierks wurden vom Publikum mit Johlen und Beifall aufgenommen.

„Op Düvels Schuvkor“ spielt im Jahr 1946. Kurz nach dem Krieg muss auch die Landbevölkerung Not leiden. Schwarzschlachten ist ebenso verboten wie das Schwarzbrennen von Schnaps. Um Not und Krieg zu vergessen, halten sich Bauer Heiko Herkens und sein Knecht Jan Spin nicht an das Schwarzbrenn-Verbot und produzieren eifrig aus Zuckerrüben Schnaps.

Bald soll die Produktion im großen Maßstab losgehen. Beide planen nach einer ausgiebigen Kostprobe ihres Schnaps sogar alle Äcker des Hofes mit Rüben zu bestellen, um so noch mehr Schnaps brennen zu können. Weil aber hohe Gefängnisstrafen auf das Schwarzbrennen stehen, verlagern die beiden ihre Produktion in einen alten Alkoven und stellen zur Tarnung einen großen Schrank davor. Dabei bleibt die Arbeit auf dem Hof liegen. Die beiden Männer im Haus interessiert nur ihr Schnaps. Sehr zum Ärgernis von Magd Taline. So muss immer wieder das Flüchtlingsmädchen Marie (Rita Linneweber) bei den Arbeiten auf dem Hof einspringen.

Neben Schnaps liegt das einzige Interesse des Bauern bei Helga (Simone Riesebieter), der aufgetakelten Tochter des Dorfpolizisten. Sie möchte er gerne heiraten. Doch Helga ist nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht und hat keine Ahnung von Landwirtschaft. Selbst Helgas Vater, Schandarm Fied (Harald Düser), rät von einer Verlobung ab. Um eine Ehe von Heiko und Helga zu verhindern, greift Magd Taline zu einer List.

Des Teufels Mistkarre

Bauer Heiko sagt: „Die Frau, die den Stall bis 6 Uhr ausmistet, die Frau heirate ich.“ Und da kommt Taline ins Spiel. Als ob der Teufel persönlich die Mistkarre schieben würde, schafft sie das Unmögliche und mistet den Stall in der geforderten Zeit aus. Nun fordert sie den Wetteinsatz ein und will Heiko heiraten. Doch nicht sie selber will den Bauern zum Traualtar führen. Sie hat insgeheim ganz andere Pläne.

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