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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Brauchtum In Butjadingen: Aus für das Stollhammer Osterfeuer

20.03.2019

Stollhamm Wie lange es in Stollhamm schon alljährlich ein Osterfeuer gibt, kann Rainer Mayer nicht sagen. Fest steht aber, dass es eine sehr alte Tradition ist, die in diesem Jahr im Dorf abbrechen wird. Der Bürgerverein, dem Rainer Meyer gemeinsam mit Dörte Modro vorsteht, hat entschieden, das Osterfeuer abzublasen. Der Vorstand will nicht länger die Verantwortung tragen, die sich durch die hohen Auflagen ergibt.

Die Gemeinde Butjadingen bedient sich seit zwei Jahren eines Merkblatts, das der Landkreis herausgegeben hat. Auf diesem Blatt hat es vor allem Punkt 8 in sich. Dort heißt es, das Osterfeuer müsse innerhalb weniger Stunden vollständig abgebrannt sein. „Ein mehrere Tage schwelendes Feuer ist mit dem Brauchtum nicht vereinbar“, so der Wortlaut.

Unter anderem vor diesem Hintergrund hat bereits die Ortsfeuerwehr im Nordenhamer Stadtteil Phiesewarden ihr Osterfeuer angesagt. Nun folgt Stollhamm.

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Indes sind die vom Landkreis erteilten Auflagen nicht wirklich neu. Ein Merkblatt, das mit dem des Landkreises nahezu identisch war, habe die Gemeinde bereits in den vergangenen 20 Jahren ausgegeben, sagt Thorsten Gebauer, der bei der Gemeindeverwaltung für die Genehmigung von Osterfeuern zuständig ist. Anders ausgedrückt: Die Auflagen haben sich in Butjadingen nicht verschärft.

Das bestätigt Rainer Meyer. Der Verein habe jedoch die Sorge, dass die Auflagen in diesem Jahr strenger ausgelegt werden und ihre Einhaltung entsprechend kontrolliert wird. Wird ein Verstoß festgestellt oder – schlimmer noch – passiert etwas, hafte der Vorstand. „Das Risiko ist uns zu groß“, sagt Rainer Meyer. Um alle Auflagen akribisch einzuhalten, dafür fehlten dem Verein die Leute, fügt der Vorsitzende an.

Bei Facebook reagieren Kommentatoren auf einen bereits Montagabend veröffentlichten Online-Artikel der NWZ mit großem Bedauern auf das Aus fürs Osterfeuer. Manche von ihnen sind der Ansicht, dass die Behörden es mit den Auflagen übertreiben.

Tatsächlich klagt Rainer Meyer. Hohe Auflagen für das Abbrennen des Osterfeuers, Hygienevorschriften, Datenschutzgrundverordnung: „Die Vereinsarbeit wird demontiert“, so der Vorsitzende.

Thorsten Gebauer von der Gemeinde ist nicht bekannt, dass auch andere Vereine oder Organisationen in Butjadingen planten, ihre Osterfeuer abzusagen. Es hätten aber auch noch nicht alle der üblichen Veranstalter ihr Feuer gemeldet. Osterfeuer brennen in der Gemeinde traditionell in Waddens, beim Yachtclub in Fedderwardersiel, in Ruhwarden und in Langwarden, in Burhave, in Tossens und in Eckwarden.

„Wir lassen uns nicht ins Bockshorn jagen und sind uns einig, dass wir unser Osterfeuer beibehalten werden“, sagt Stefan Bruns vom Klootschießer- und Boßelverein Waddens, unter dessen Regie die Dorfjugend das traditionsreiche Feuer alljährlich organisiert. „Das Osterfeuer ist uns zu wichtig, als dass wir es uns von irgendwelchen Paragrafenreitern kaputtmachen lassen würden“, so Stefan Bruns.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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