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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Museum: Stück Geschichte verschwindet im Archiv

10.10.2017

Stollhamm /Cloppenburg Der Umzug des ehemaligen Langwarder Kaufmannsladen R. F. Bahlmann ins Museumsdorf Cloppenburg ist abgeschlossen. Drei Mal musste der 45 Kubikmeter umfassende Umzugswagen fahren, um das gesamte historische Inventar mit rund 3000 Objekten an seinen neuen Bestimmungsort zu bringen.

Dr. Anika Seyffert vom Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel, Ditmar Oetjen als 2. Vorsitzender des Förderkreises Museum Butjadingen und Dr. Michael Schimek als Chef der bauhistorischen Abteilung des Museumsdorfs Cloppenburg waren sich einig: Dieser Umzug sei angesichts der Geschichtsträchtigkeit des Kaufmannsladens etwas ganz Besonderes.

Mehr als 100 Jahre alt

Vier Umzugshelfer aus Cloppenburg hatten ordentlich zu tun, ehe sie die letzten der zum Teil arg in Mitleidenschaft gezogenen Möbelstücke in den Lkw geladen hatten. Das Mobiliar und Inventar war in Absprache mit der Denkmalschutzbehörde seit 2013 in der früheren Grundschule Stollhamm eingelagert. In Cloppenburg wird die über 100 Jahre alte, teilweise wurmstichige Ladeneinrichtung nun mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel behandelt und dann archiviert.

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Möbel und Inventar zu archivieren und dafür zunächst zu konservieren, kostet eine vier- bis fünfstellige Summe. „Es ist sehr schade, dass wir den Dorfladen hier nicht erhalten können, aber eine solche Summe hätten wir nie aufbringen können“, sagte Anika Seyffert während der Übergabe. Unter musealen und konservatorischen Aspekten sei vor diesem Hintergrund Cloppenburg einfach die beste Lösung.

Bis 2006 geöffnet

Noch ist nicht klar, wann der Laden in Cloppenburg besichtigt werden kann – und ob überhaupt. „Auch das Sammeln von Exponaten gehört zu den Aufgaben von Museen“, sagte zu diesem Thema Dr. Michael Schimek. „Vier Fünftel der Bestände bleiben in der Regel verborgen, nur ein Fünftel wird der Öffentlichkeit gezeigt.“

Den Dorfladen in Langwarden hatte der Kaufmann Richard Bahlmann von 1912 bis 1946 geführt. Danach war er an seine Tochter Alice Francksen übergegangen, die die Ladeneinrichtung und das Inventar im Jahr 2001 dem Förderkreis Museum Butjadingen unter der Bedingung überließ, dass es als museales Element erhalten wird. Bis 2006 war der Dorfladen im Zentrum von Langwarden regelmäßig für Besichtigungen geöffnet. Zugleich hatten ehrenamtliche Helfer des Museums seinerzeit damit begonnen, das Inventar zu katalogisieren.

Nach Meinungsverschiedenheiten mit dem neuen Eigentümer des Hauses musste der Laden jedoch geräumt werden. Die Versuche, das Geschäft museumsgerecht zu konservieren und an einer anderen Stelle in Butjadingen wieder aufzubauen, waren trotz intensiver Bemühungen gescheitert.

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