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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musik: Die kleine Schwester der großen Harfe

06.07.2020

Stollhamm „Jetzt wollen wir auf unseren ersten Auftritt anstoßen“, sagt Gabriele Menzel und erhebt das Glas. Auf den Toast stimmen Maren Heinen-Gahr, Ulrike Heidenreich, Dörte Helmers und Elke Störmer ein.

Den ersten Auftritt meisterten die fünf Ende Juni beim Gottesdienst in der St.-Nikolai-Kirche. Dort präsentierten sie ein Stück aus ihrem Programm „Sonne, Mond und Sterne“, das für den Abendgottesdienst zusammengestellt worden ist. Von der musikalischen Einlage zeigten sich nicht nur die Gottesdienstbesucher, sondern auch Pastor Matthias Kaffka sehr angetan. „Auch wenn wir derzeit in den Gottesdiensten nicht singen dürfen, spielen dürfen wir auf jeden Fall“, unterstreicht Gabriele Menzel.

Schon 5000 Jahre alt

„Wer sich traut, der kommt einfach“, lautete die Devise für die Premiere. Getraut haben sich alle fünf. Und als Solistin konnte Elke Störmer brillieren.

Die Zauberharfe ist die kleine Schwester der großen Harfe. Aufzeichnungen zufolge ist das Instrument schon gut 3000 Jahre vor Christus gespielt worden. Sogar auf vielen Altarbildern ist das Instrument verewigt.

Das Besondere an der Zauberharfe ist, dass selbst Anfänger sie spielen können, ohne großartige Vorkenntnisse zu haben. Für das Instrument gibt es besondere Notenblätter, die unter die Saiten geschoben werden. Dort sind die Lieder in Form von Punkten aufgezeichnet. Pausen und Wiederholungen können einfach abgelesen werden. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Gespielt wird beidhändig, und die Saiten werden entweder mit den Fingerspitzen oder einem Plektrum gespielt. Wenn die Saiten mit den Fingern gespielt werden, sind die Töne leiser und sanfter, mit einem Plektrum werden lautere und etwas stärkere Töne erzeugt.

Maren Heinen-Gahr war die erste der Frauen, die eine Zauberharfe gespielt hat. „Sie hat dann alle anderen heiß gemacht“, schildert Gabriele Menzel. Die Frauen kennen einander aus dem Projektchor der Kirche.

Im vergangenen Winter hatte Maren Heinen-Gahr ihre Zauberharfe in das – derzeit gar nicht denkbar – überfüllte Gemeindehaus mitgebracht und dort im Rahmen der „Raunächte“ zwei Lieder gespielt. Das kam bei den Besuchern sehr gut an.

„Ich habe mir dann im Januar auch gleich ein Instrument gekauft“, sagt Gabriele Menzel, die sich intensiv damit beschäftigte. „Vor der Pandemie hatte ich keine Zeit dafür.“ Die Kosten für eine Zauberharfe belaufen sich auf rund 600 Euro, der dazugehörigen Instrumentenständer kostet rund 150 Euro.

Ein Weihnachtsgeschenk

Noch bevor Corona die Welt ereilte, gewann Maren Heinen-Gahr Elke Störmer als Mitspielerin. Sie hatte ihre Zauberharfe zu Weihnachten bekommen. Gemeinsam übten die Frauen die ersten Lieder ein.

Ulrike Heidenreich und Dörte Helmers schauten den beiden zunächst zu, waren dann aber sofort begeistert und legten sich ebenfalls jede eine Zauberharfe zu.

„Dann haben wir Noten bestellt“, berichtet Gabriele Menzel, „die reichen wohl für die nächsten 300 Jahre.“

Jetzt wollen die Frauen aber nicht nur für sich üben und spielen, sie wollen auftreten. „Mit solch einer Motivation und dem sanften Druck, der dahinter steht, macht das Ganze gleich noch viel mehr Spaß“, sagt Ulrike Heidenreich.

Seit Ende Mai dürfen die Frauen auch wieder gemeinsam proben, natürlich unter Einhaltung des Mindestabstandes. Das machen sie auch, jeden Freitag, von 19.30 bis 21 Uhr im Gemeindehaus. Interessierte sind auf jeden Fall gerngesehen, denn die kleine Gruppe würde sich über weitere Mitstreiter freuen.

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