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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Strahlende Lobpreisung an trübem Herbsttag

02.11.2010

BRAKE Was könnte die Freunde klassischer Musik an einem trüben Herbsttag besser zum Strahlen bringen, als ein barockes Konzert mit einem glänzend musizierendem Orchester, einem hervorragend präparierten Chor und harmonisch aufeinander abgestimmten Solisten? In der Golz­warder St. Bartholomäuskirche musizierte am Sonntag unter der Leitung von Gebhard von Hirschhausen das Kammerorchester St. Anna Bardenfleth, es sangen die Mitglieder der Braker Kantorei und eines Projektchors sowie als Solistinnen glänzten Elisabeth von Hirschhausen (Sopran) und Julia Hagemann (Mezzosopran).

Auf dem Programm standen das „Gloria“, der Lob-Preis Gottes aus der gottesdienstlichen Liturgie, komponiert von Antonio Vivaldi. Im zweiten Teil gab es Antonio Lottis „Dixit Dominus“, die Vertonung des 110. Psalms.

Die zehn Teile des „Gloria“ vertonte Vivaldi entsprechend dem Duktus der Sprache und der textlichen Intention der Lobpreisung. Im vorletzten Satz „Quoniam tu solus sanctus“ (Denn du allein bist der Heilige) wird der huldigende Charakter des Anfangs „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe) wieder aufgenommen, Chor und Orchester vereinten sich schließlich zur prachtvollen Schlussfuge „Cum sancto spiritus in gloria Dei patris – Amen.“

Der in Hannover gebürtige Italiener Antonio Lotti (1667-1740) gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Hochbarockzeit. „Dixit Dominus“ – die Vertonung des 110. Psalms in zwölf Sätzen – wird seiner Zeit an der Dresdner Hofkirche zugeschrieben. Dort waren Lotti und seine Operntruppe vom sächsischen Kurprinzen engagiert worden, die Opernsänger sangen zu besonderen Gelegenheiten auch in den katholischen Hofgottesdiensten.

Auch wenn es sich bei beiden Stücken um geistliche Werke handelt, das Pracht- und Prunkvolle der Barockzeit hat auch im „Gloria“ und im „Dixit Dominus“ seinen Eingang gefunden. Der Glanz dieser Musik begeistert und fasziniert nach wie vor auch die Freunde barocker Klänge im spröden 21. Jahrhundert.

Die besondere Qualität der Aufführung lag nicht zuletzt in der feinsten Abstimmung zwischen Orchester, Chor und den Solisten. Es gab lang anhaltenden und dankbaren Applaus für ein Konzert, das allen Besuchern große Freude bereitete.

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