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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Streuselkuchen-Satire aus dem Saarland

08.11.2013

Nordenham Von wegen Schaukelstuhl und Rheumakissen: Oma Frieda ist superaktiv und zudem noch multitaskingfähig – trotz ihres fortgeschrittenen Alters. Sie ist Chefin des Seniorenclubs „Fidele Rosinen“, und sie managt die Seniorendisco „Rock am Stock“. Im Mehrgenerationenhaus an der Viktoriastraße, das am Mittwoch rappelvoll ist, erzählt Oma Frieda, alias Jutta Lindner, aus ihrem aktiven Rentnerdasein, das alles andere als langweilig ist. Die rund 100 Besucher im Mehrgenerationenhaus hatten jedenfalls großen Spaß bei Oma Friedas Kabarettprogramm „Turne bis zur Urne“.

Blümchenkleid und Brille, Perlenkettchen, Strickjacke und üppiger Busen, dazu eine Frisur wie ein frisch geföhnter Königspudel: Oma Frieda sieht aus wie eine ganz normale Omi, hat’s aber faustdick hinter den Ohren. Und einen klaren Blick auf die Dinge. Längst hat sie durchschaut, dass es bei Kaffeefahrten alles Mögliche gibt, nur keinen vernünftigen Kaffee. Längst weiß sie, dass Kreuzfahrten bei Senioren vor allem deshalb so beliebt sind, weil sie sich wunderbar mit einer Seebestattung kombinieren lassen. Im Übrigen werde man in ihrer Heimat, dem Saarland, erst dann offiziell für tot erklärt, wenn bei der Trauerfeier der Streuselkuchen auf dem Tisch steht.

In der Welt von Oma Frieda liegt der Streuselkuchen aber noch in ganz weiter Ferne. Sie hält sich mit Fitnessgeräten in Form. Sie steht zu ihren kleinen Schönheitsfehlern: „Besser Orangenhaut als gar kein Profil.“ Und sie rät den Damen, sich die Männer zum Vorbild zu nehmen, zumindest, wenn es ums Körperbewusstsein geht. „Männer ohne Bauch halten sich für Krüppel“. In dieser Hinsicht haben sie Oma Frieda und ihren Geschlechtsgenossinnen tatsächlich etwas voraus.

In Sachen Selbstbewusstsein holen die Frauen aber mächtig auf, stellt Oma Frieda fest. „Früher konnten sie kochen wie Mama. Heute können sie saufen wie Papa.“ Inzwischen seien es auch immer öfter die Frauen, die ihre Männer verlassen. „Das ist auch kein Wunder schließlich können sie besser Koffer packen.“

Auch das „Internetz“ ist Oma Frieda nicht fremd. Sie erzählt von Lisbeth und Rudi, die seit 80 Jahren nebeneinander wohnen. „Richtig geschnackselt hat’s aber erst, als sie sich im Internetz begegnet sind“. So hat auch die moderne Technik ihre guten Seiten.

Die Besucher im Mehrgenerationenhaus hatten großen Spaß an dem Kabarettprogramm. Jutta Lindner erntete zu Recht immer wieder großen Applaus.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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