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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

St.-Johannis-Kirche: Eine bewegende Geschichte

23.01.2019

Strückhausen In der sonnendurchfluteten St.-Johannis-Kirche in Strückhausen hat die große Festgemeinde einen bunten Gottesdienst, bunt wie die Gemeinde selbst, gefeiert. Das virtuose Orgelspiel der Organistin Christiane Maaß, der klassisch schöne Gesang des Kirchenchores unter der Leitung von Christoph Hartz und die mitreißenden Rhythmen der Kirchenband MPM und des KisuM-Chores, geleitet von Michael Lenz und Inse Böning, gaben dem Gottesdienst sein ganz besonderes Gepräge.

Die vielen Mitwirkenden, von den Lektoren über die Pastorinnen Katja Röker und Renate Boltjes bis zu Kreispfarrer Jens Möllmann und Bischof Thomas Adomeit, zeigten dass dieser Gottesdienst wie auch das Gemeindeleben, immer eine Sache der Gemeinschaft ist, in der viele miteinander unterwegs sind.

In ihrer Begrüßung gab Pfarrerin Katja Röker der Festgemeinde einen kleinen Rückblick auf die Geschichte der Kirche. Nachdem die Vorgängerkirche, von Sturmfluten zerstört, schon seit gut 100 Jahren in Ruinen lag, wurde 1519 die jetzige Kirche durch Graf Johann V. von Oldenburg gestiftet. Damals war die Festung Ovelgönne gerade erst vier Jahre alt und die Kreisstadt Brake gab es noch gar nicht. Über das Lockfleth konnte man per Boot von der Weser aus, vorbei an Frieschenmoor und Schwei, in die Jadebucht fahren.

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In seiner Festpredigt schaute auch Bischof Thomas Adomeit noch einmal zurück auf die 500 Jahre seit der Gründung der Kirche. Wie viele Taufen und Trauungen werden hier in dieser Zeit stattgefunden und wie viele Abschiede von lieben Menschen. Was könnten die Mauern dieser Kirche nicht alles erzählen. Sie sind Teil der Verkündigung, sie erzählen von Gottes Liebe und Begleitung.

Mit dem Predigttext aus dem Römerbrief lenkte der Bischof den Blick auf das Miteinander in der Gemeinde, denn es gehe eigentlich gar nicht um die ehrwürdigen Mauern, sondern um die Menschen. „Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. …Ist es möglich, so habt Frieden mit allen Menschen.“ Unter dem Strich stehe die Ausrichtung auf den anderen, denn auch der andere sei ein Geschöpf Gottes! Es gibt, so der Bischof, keinen besseren Weg als den, alle Herausforderungen durch Gutes zu überwinden. Das sei die Aufgabe von Kirche und Gemeinde.

Zum Schluss erinnerte Bischof Adomeit an die Liebe Gottes, die Kraft geben möge für den Dienst in der Gemeinde und die ansteckend wirken möge auf die Menschen, die ihr anvertraut sind.

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Wichtiger Blick zurück

Nach dem Gottesdienst ging es zum Neujahrsempfang ins Gemeindehaus. Auch hier hießen die Pfarrerinnen Katja Röker und Renate Boltjes die Besucher willkommen. Beide zeigten sich überrascht und erfreut über die starke Resonanz aus den Vereinen, Verbänden und der Gesellschaft.

In der Gemeinde Vier Kirchen Ovelgönne steht dieses Jahr ein Doppeljubiläum auf dem Programm. Im 1. Halbjahr stehen Veranstaltungen um die St.-Johannis-Kirche Strückhausen, im 2. Halbjahr stehen die Feierlichkeiten 400 Jahre Christuskirche Oldenbrok auf dem Programm. In dieses Jahr fällt zudem auch der 300. Todestag des legendären Orgelbaumeisters Arp Schnitger. Aus diesem Anlass wird es jeden Monat ein Orgelkonzert geben. So im November in Jade und im Dezember in Oldenbrok.

Das Jubiläumsprogramm für die Feierlichkeiten Strückhausen hat Dörte Koopmann erfasst. Das Programmheft für die Feierlichkeiten in Oldenbrok wird sie auch erstellen. Jetzt gibt es rund um die St.-Johannes-Kirche einen Kirchenführer. Für dieses schriftliche Werk hat sich die Oldenbrokerin Dörte Koopmann, selbst in Strückhausen seit elf Jahren Kirchenführerin, in mühsamer Fleißarbeit über ein Jahr eingebracht. Gerne wurde ihr als Dank dafür ein Blumenstrauß überreicht. Dazu gab es den herzlichen Applaus von den vielen Besuchern. Koopmann: „Es gab nichts. Alles musste zusammengesucht werden.“ In gefälligem Format ist auf 36 Seiten ein interessantes Werk über Kirche, Friedhof, Obelisk, Glockenturm, Grabplatten, Grabkeller, Taufstein, Kanzel, Empore, Altar und Orgel entstanden. Namentlich sind die bisherigen 34 Pastoren aufgeführt. Und seit 2015 gibt es mit Katja Röker erstmals eine Pastorin in Strückhausen.

Eine besonders lange Amtszeit hatte Christoph Grotjahn, der von 1965 bis 1999 hier wirkte. In der Kirche und Kirchenbüro ist das Heft mit einer Auflage von 1500 Stück zum Preis von 3 Euro erhältlich. Als offene Kirche ist die St.-Johannis-Kirche tagsüber zu besichtigen. Die Festredner gingen auf die Geschichte, Entwicklung und Bedeutung der Kirche ein. Ganz fleißig hatten sich auch die Strückhauser Landfrauen rund um das leibliche Wohl eingebracht. Bei Häppchen, Getränken und dem Klönschnack lies man die gelungene Veranstaltung ausklingen. Dazu konnte man man einen Blick auf die Bilderausstellung, Postkarten und ein Modell der Oldenbroker Kirche aus dem Privatbesitz vom früheren Pfarrer Günter Höppner werfen. In der St.-Johannis-Kirche findet jetzt bis zum Juni jeden Monat eine Veranstaltung statt. Am Freitag, 22. Februar, steht der Festvortrag von Prof. Dr. Christine Aka auf dem Programm: „Das Strückhauser Kirchdorf unter der historischen Lupe“, ein Spiegelbild des Lebens in der Wesermarsch, an. Am Sonntag, 17. März, um 10 Uhr gibt es den Jugend- und Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden. Das Motto: „ Eine Reise durch 500 Jahre Kirchengeschichte.“ Die nächste Kirchenführung beginnt am Sonnabend, 9. Februar, um 14.30 Uhr.


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Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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