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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Beste Stimmung bis weit nach Mitternacht

29.07.2019

Sürwürden Jede Menge Arbeit hatten die Organisatoren des 2. Scha(r)frock-Festivals im Vorfeld gehabt, insbesondere durch die Gluthitze der vergangenen Tage. Aber die Mühen haben sich für alle gelohnt. Freunde handgemachter Rockmusik kamen voll auf ihre Kosten. Mitveranstalterin Ramona Schütte begrüßte die etwa 200 Gäste. Hausherr Klaus-Jürgen Drechsler vom „Kiek mol rin“ bekam zum Geburtstag eine von allen Musikern signierte Gitarre.

Auf dem Festivalgelände gab es eine liebevoll mit Heuballen dekorierte Bühne, mehrere Sitzgelegenheiten sowie drei Getränke- und Essensbuden. So konnten die Gäste sich etwa an einem „Rock-Brötchen“ stärken. Die meisten Besucher gehörten der Generation Ü40 an. Es herrschte eine lockere und friedfertige Stimmung.

Perfekt mit komfortablen Liegestühlen ausgestattet war das Ehepaar Bessel-Dietrich aus Nordenham. Während Ehemann Helmut, selbst Rockmusiker, den Klängen der Bands lauschte, las Gattin Anke entspannt einen skandinavischen Krimi. Das sei hier zwar nicht unbedingt ihre Musikrichtung, aber sie sei trotzdem gerne mitgekommen, sagte sie. Thomas Büsing aus Eckwarden ist gebürtiger Rodenkircher und traf sich mit einigen alten Freunden. Er liebe jede Art von Veranstaltungen, an denen es handgemachte Livemusik zu hören gäbe, berichtete er. Edith Gerdes aus Brake freute sich, auf dem Festival viele Bekannte zu treffen. Sie möge Rockmusik in allen Nuancen, nächste Woche etwa fahre sie nach Riga zu einem Konzert von Rammstein.

Gegen 20 Uhr gaben als erste Band die Lokalmatadoren von Eo-Ipso ihre musikalische Visitenkarte ab. Sie stehen für solide Rockmusik mit eigenen, anspruchsvollen und meistens nachdenklichen Texten. Es geht zum Beispiel um Arbeitslosigkeit oder Alkoholismus. Dominierend ist dabei die Reibeisenstimme von Frontmann Hergen Schütte, manchmal unterstützt von Gattin Mona.

Das Motto der fünf Musiker findet man in dem Song „Glaube, Liebe, Hoffnung“, dort heißt es: „Liebst du das Leben, dann lebe es so gut du kannst“. Dem Publikum gefiel es, vier Zugaben, prima.

Zweite im Bunde waren die Kölschrocker von Molly.Li. Auch hier waren alle Songs selbstgeschrieben vom Bandgründer, Frontmann und Exilkölner Michael „Molly“ Feldhusen aus Nordenham. In vielen Stücken verarbeitet er eigene Erfahrungen wie etwa in dem anrührenden „Mama“. Zugegeben waren einige Inhalte ob der Sprache nicht einfach zu verstehen, aber die Musik dazu einfach Klasse. Das Fundament bildeten Jensen Wähler am Bass und Lukas Mendelsohn an den Drums. Lukas war erst vor wenigen Tagen für den erkrankten Schlagzeuger eingesprungen, eine tolle Leistung. Dazu kam mit dem ehemaligen Tossenser Daniel Heiß ein Gitarrist der absoluten Spitzenklasse und quasi als Sahnehäubchen Natascha Schulz mit ihrer beeindruckenden Soulstimme. Das Duett von Molly und Natascha in „Super Boy“ war für viele sicher der Höhepunkt des Abends.

Die dritte Band des Abends waren dann die Coverspezialisten von Black & Blue aus Bremen-Nord. Der Bandname geht auf ein Stück der Band Whitesnake zurück, mit dem sie dann auch gleich loslegten. Es folgten viele bekannte Klassiker wie „Rock ’n’ Roll“ von Led Zeppelin oder „Tush“ von ZZ Top. Black & Blue überzeugten mit ihren beiden Gitarristen und dem fulminanten Gesang der coolen Frontfrau Petra. Bis weit nach Mitternacht sorgten sie dafür, dass die Tanzfläche immer voller wurde.

Nicht zuletzt sorgte der studierte Soundingenieur Jörg Seemann vom Noiseless-Studio in Rhede dafür, das alle Bands hervorragend abgemischt waren und die Lautstärke angemessen war. Auf ein Neues hoffentlich in zwei Jahren!

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