• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Trotz der Seefahrtkrise eine Erfolgsgeschichte

28.02.2015

Elsfleth Zehn Jahre Maritimes Kompetenzzentrum an der Weinkaje – diese Dekade ist trotz anhaltender Krise in der weltweiten Seefahrt als Erfolgsgeschichte zu verbuchen. Wie alles begann und wie sich die Ausbildungsstätte der angehenden Schiffsmechaniker entwickelte, verriet am Donnerstagabend der Geschäftsführer des Marikom, Rainer Schmele, beim Vortragsabend des Nautischen Vereins Niedersachsen im Restaurant „Kogge“.

Wegen „gravierender Qualitätsmängel“ in der Ausbildung von Schiffsmechanikern plante das Land Niedersachsen bereits 2003 den Ausbildungsstandort Elsfleth zu schließen. Schmele: „Da gingen die Alarmglocken so hoch, dass sich in Elsfleth eine regelrechte Bewegung zum Erhalt der Ausbildung etablierte“. Der „Schandfleck an der Hunte“, die stillgelegte Weinbrennerei Pabst und Richarz, erwies sich als idealer Standort, um dort ein Maritimes Kompetenzzentrum zu errichten. Die Ideen, die Halle umzubauen und die Büros in ein Internat zu verwandeln, wurden schnell wieder verworfen. Vor allem der damalige Elsflether Landtagsabgeordnete Joachim Wiesensee forcierte die Pläne, einen Neubau zu errichten.

Neue Trägergesellschaft

Am 19. Juli 2005 wurde die gemeinnützige GmbH Maritimes Kompetenzzentrum als Trägergesellschaft des zu errichtenden Schiffsmechanikerzentrums gegründet. Gesellschafter waren zunächst die Stadt Elsfleth mit 52 Prozent und die Beluga Shipping GmbH mit 48 Prozent.

Im Beisein des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff erfolgte auf dem Gelände der inzwischen abgebrochenen Gebäude der Weinbrennerei die Grundsteinlegung und der erste Rammstoß. Zur Schaffung der Prüfungsvoraussetzungen für Schiffsmechaniker wurde das Freifallrettungsboot saniert, das Schiffsheck „Florian“ und ein Brandcontainer aufgestellt. Die offizielle Einweihung der Ausbildungsstätte fand 2008 statt, Geschäftsführer des Marikom war Wolfgang Voigt.

Schmele: „Als Nachfolger von Wolfgang Voigt wagte ich mich 2009 in das Abenteuer Marikom. Im Jahr 2009/2010 griff die Schifffahrtskrise mit sinkenden Anmeldungszahlen auch in die Schiffsmechanikerausbildung ein. Ein guter Grund für die Ausbildungsstätte, ihr Kursangebot unter anderem mit der Ausbildung von Hafenlogistikern zu erweitern. Auch Seenotrettungskurse für Schiffscrews wurden angeboten, so ging auch die Staff der Disney-Schiffe in Elsfleth „baden“. 2011 ging dann die „Public Private Partnership“ ebenfalls „baden“: kurz vor der Eröffnung des neuen Maritimen Trainingszentrums war die Beluga-Reederei pleite und Geschäftsführer Niels Stolberg legte sein Amt nieder.

Landkreis involviert

Der Landkreis Wesermarsch und die Stadt Elsfleth waren bereits zur Einweihung des Trainingszentrums im November 2011 zu jeweils 50 Prozent Träger des Objekts. Rainer Schmele dazu: „Sinkende Schülerzahlen konnten wir fortan mit steigenden Kursangeboten kompensieren, so dass auch nach zehn Jahren alles rund läuft – ab September 2015 planen wir den neuen Ausbildungsberuf Speditions- und Logistikkaufmann“, merkte er bei seinem Vortrag an.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.