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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Gezeiten: Umsichtige Wikinger scheuen das Risiko

12.09.2011

FEDDERWARDERSIEL „Das Probeessen haben alle überlebt“ , scherzte Renate Knauel, Mitglied des „Gezeiten“-Arbeitskreises, bei der Begrüßung zum beliebten „Gooden Butjenter Eeten“ im Restaurant „Nordseeblick“ in Fedderwardersiel. Bei dieser Jubiläumsveranstaltung – es war das 25. „Eeten“ anlässlich der Butjadinger Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“ – War der Vorstand erstmalig im Vorfeld in die Menüfolge eingeweiht worden.

Das Geheimnis um das Menü wird von Renate Knauel normalerweise streng gehütet. Doch beim Labskaus, welcher als Hauptgang serviert wurde, war sich die Organisatorin nicht mehr so sicher. Viele Leute hätten schlechte Erinnerungen an Labskaus und ekelten sich vor dem Essen, meinte Knauel. Doch so wie es der Koch des Hauses zubereitete, mundete es den 120 Gästen.

Alle Plätze im Hotel „Nordseeblick“ waren besetzt. Schon zehn Minuten nach Beginn des Vorverkaufs waren 111 der 120 Karten vergeben gewesen. Die Nachfrage war wieder einmal sehr groß und viele Interessierte wurden auf das nächste Jahr vertröstet. Der traditionelle Dreiklang zwischen Musik, Vortrag und Menü scheint den Butjentern, aber auch Urlaubern gut zu gefallen.

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Initiiert wurde das „Butjenter Eeten“, das auf den Rezepten aus dem „Butjenter Kokbook“ basiert, von Professor Dr. Wilhelm Niggemann, dem verstorbenen Vorsitzenden des Fördervereins des Butjadinger Museum. Das Kokbook wurde herausgegeben, um mit dem Verkaufserlös das Museum in Fedderwardersiel zu unterstützen. Es enthält bewährte regionale Rezepte, die teilweise nur mündlich überliefert waren. Am Freitag wurden zudem eine Rindfleischsuppe, ein Schwarzbrot mit Tomaten und Zwiebeln sowie als Nachtisch Rote Grütze serviert.

In all den Jahren wurden im Vortrag zwischen den einzelnen Gängen des Menüs immer wieder Themen angesprochen, die die Küste und deren Bewohner in irgendeiner Weise tangieren. Sie auch beim Jubiläums-Eeten. Architekt Klaus Küster aus Der Hannoveraner berichtete über die Navigation der Wikinger, deren visuelle Techniken, erste Fernfahrten und eingesetzte Navigationsmittel.

Küster revidierte das Bild des wagemutigen todesverachtenden Wikingers, der bei schäumender See seinen Kurs verfolgte. Vielmehr seien die Wikinger sehr umsichtig und unter genauer Beobachtung der Wetterlage gesegelt, um kein erhöhtes Risiko der Havarie einzugehen. Sie warteten auf günstigen Wind und segelten in den Wintermonaten überhaupt nicht.

Bereits 870 wurde Island entdeckt, 930 Grönland, dann Labrador und Neufundland. Damit stießen die ersten Wikinger rund 500 Jahre vor Columbus oder Vespucci auf den amerikanischen Kontinent. Es gab um 1000 sogar einen regelrechten Linienverkehr zwischen Norwegen und Neufundland, der rund 400 Jahre Bestand hatte. Das gesamte Wissen geriet aber wieder in Vergessenheit. Immerhin sieben Segelrouten seien überliefert, die zu einer Zeit existierten, als es nicht einmal einen Magnetkompass zur Navigation gab, so Küster.

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