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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Feuerwehr: Umweltzug rückt sieben Mal aus

08.04.2016

Wesermarsch Eine neue Führung haben die Kameraden des Umweltzuges auf ihrer Jahreshauptversammlung gewählt. Der bisherige stellvertretende Zugführer Kai Stührenberg gab sein Amt auf, da er mittlerweile Ortsbrandmeister in der Ortsfeuerwehr Hekeln ist und sich auf dieses Amt und seine Familie konzentrieren möchte. Zum Abschied überreichte Zugführer Ralf Brandt ein Präsent im Namen der Kameraden und bedankte sich bei Stührenberg für die geleistete Arbeit in seiner langen Zeit als Zugführer beziehungsweise Stellvertreter.

Als neuer stellvertretender Zugführer wurde Tobias Bühring von der Ortsfeuerwehr Nordenham gewählt. Bühring gilt als erfahrener Kamerad der mit seinem Engagement und neuen Ideen für eine ständige Verbesserung der Einheit sorgt.

Als neuer Gruppenführer im Bereich Dekontamination wurde Maxim Erstein gewählt, Dennis von Minden zu seinem Stellvertreter. Mark Heyer wurde als stellvertretender Gruppenführer im Bereich Gefahrgut gewählt, Gerrit Wilken als stellvertretender Gruppenführer im Bereich Messtechnik.

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Im Umweltzug sind derzeit 43 Kameraden aus nahezu allen Stadt- und Gemeindefeuerwehren vertreten. Sieben Eintritte gab es im letzten Jahr. Diese relativ hohe Personalstärke wird auch benötigt, wie Zugführer Ralf Brandt betont. Gefahrguteinsätze erfordern viel Personal, das auch mit den Gerätschaften vertraut ist, welche sich deutlich von denen einer normalen Ortsfeuerwehr unterscheiden.

Die Kameraden haben 1957 Dienststunden bei 23 Dienstabenden und sieben Einsätzen geleistet. Zu den Einsätzen gehörten zwei größere Messeinsätze im Zusammenhang mit der Havarie der „Purple Beach“ vor Helgoland. Außerdem wurde in Tossens ein verdächtiger Behälter aus dem Deichvorland geborgen, dessen Inhalt sich später als ungefährlich herausstellte.

Außerdem wurden Schadstoffmessungen in Rodenkirchen nach einem Brandeinsatz, in Lemwerder nach einer chemischen Reaktion in einem Industriebetrieb und in Jaderberg nach einem Brand in einem Gewerbe-Objekt vorgenommen. In Oldenbrok wurde der undichte Tank eines Lkw abgepumpt und Bindemittel auf ausgelaufene Betriebsmittel gestreut.

Es wurden außerdem zahlreiche Sonderdienste absolviert. Darunter Übungen mit der Feuerwehr Elsfleth oder mit der Werksfeuerwehr von Premium Aerotec in Nordenham. Ein großes Projekt ist die mobile Übungsanlage, die in Eigenregie gebaut wird. Sie wird in diesem Jahr vollendet und steht dann für Übungen zur Verfügung.

Der Umweltzug hat auch an der OFV-Großübung „Biber-Brand“ teilgenommen. Dies war der letzte „Einsatz“ des Umweltzuges als Teil der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Der Fachzug 4 wurde in seiner bisherigen Form aufgelöst, der Umweltzug besteht aber weiterhin unverändert als Teil der Kreisfeuerwehr.

Auch sonst gab es einige Veränderungen beim Umweltzug. Es wurde eine neue Messtechnik angeschafft, mit der alte Geräte ersetzt wurden und mehr Stoffe gemessen werden können. Auch neue Schutzkleidung und Digitalfunkgeräte wurden angeschafft.

Kreisbrandmeister Heiko Basshusen lobte die Arbeit des Umweltzuges. Einsätze mit Gefahrgut würden eine besondere Herausforderung darstellen, für die nicht jede Feuerwehr ausgerüstet und ausgebildet werden könnte, wie es beim Umweltzug der Fall ist. Dies sei weder personell noch finanziell machbar.

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