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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Unbändiger Humor in einer lockeren Atmosphäre

09.06.2011

NORDENHAM Michael Steinke aus Düsseldorf, Mademoiselle Mirabelle aus der Provence und Ulbts Michel aus Ostrhauderfehn – so hießen die Comedians, die Dienstagabend in der Brasserie am Markt aufgetreten sind. Alle-samt hatten sie schon Auftritte in TV-Formaten wie „Der Quatschcomedyclub“ und „Nightwash“. Der 25-jährige Ulbts Michel war sogar schon bei Cindy aus Marzahn in ihrer Serie „Cindy und die jungen Wilden“.

Der Abend war geprägt von lockerer Atmosphäre, gepaart mit geschmackvollem und unbändigem Humor – einfach eine unwiderstehliche Mischung, die das Publikum überzeugte.

Es ist kurz vor 20 Uhr, die Brasserie füllt sich so langsam. Bei Comedian und Moderator Thieß Neubert, der aus Bad Zwischenahn stammt und in Müchen lebt, sowie bei Michael Steinke und Ulbts Michel machen sich allerdings noch keine Anzeichen von großer Nervosität breit – lediglich das normale Bauchkribbeln plus ein wenig mehr Angespanntheit als sonst sei vorhanden. Die drei sind sich allerdings auch einig, dass Bauchkribbeln nötig ist, weil man ansonsten auf der Bühne nicht konzentriert genug ist.

Um 20.15 Uhr geht’s los. Thieß Neubert heizt als Moderator des Abends das gespannte Publikum mit einer eigenen kleinen Stand-Up-Einlage schon ordentlich ein.

Es ist der erste Comedyabend, den die Besitzer der Brasserie, Sven Winter und Maren Kleinitzke, anbieten. Etwa 40 Gäste sind ins Café am Marktplatz gekommen.

Nachdem Thieß Neubert die Zuhörerschaft auf das eingestimmt hat, was sie die nächsten zwei Stunden fesseln und belustigen soll, eröffnet Michael Steinke mit einer selbstkomponierten Odé an seine werte Frau Mama.

Auszug mit 40 Jahren

In dem Lied behandelt er ironisch den Auszug von Zuhause mit 40 Jahren. Anschließend zieht er mit feinstem Sarkasmus über die heutige Jugend her und preist „seine Zeit“ an: die 70er-Jahre. Das Publikum, in dem viele Altersgruppen vertreten sind, reagiert begeistert.

Dann darf Mademoiselle Mirabelle in ihrem schicken Kostüm etwas über ihr Leben im schönen Paris erzählen. Sie spielt ihre Rolle als egozentrisch, leicht naive und hübsche Französin durchaus überzeugend. Auch sie spielt ein Liedchen auf der Gitarre, doch ihr Thema ist das Leben als Förster – „dem Vater des Waldes!“ Auch Mirabelle wird mit viel Beifall beim Abgang von der Bühne begleitet.

Nun ist es Zeit für eine Vorlesung von Ulbts Michel. Er verfasst einen Brief an den Dieb seines Navigationsgerätes. Er beschreibt den Täter auf äußerst humorvolle und lebhafte, aber gespielt gereizte Art. Dann läßt er sich über die „Deutschlandkarte“ aus und über wenig engagierte Bahnmitarbeiter. Er bekommt tosenden Applaus.

Nach der Pause wird es noch einmal melancholisch, denn Michael Steinke taucht mit dem Publikum in vergangene Tage ein, indem er die Top-10-Liste der Muttersprüche präsentiert. Anschließend gibt Mademoiselle aus Paris einen Crash- und Intensivkurs darüber, wie man in Frankreich in korrektem Französisch einen Kaffee bezahlt. Zudem bewegt sie zwei Herren zu einer Tanzeinlage.

Amüsante Romantik

Als letzten Act trägt Ulbts Michel ein amüsantes Gedicht über Romantik im Zusammenhang mit seiner Freundin vor. Die drei Komiker und der Moderator erhalten zum Abschluss stürmischen Applaus.

Nun hoffen Brasserie-Inhaber Sven Winter und Maren Kleinitzke darauf, dass sie einen Comedyabend mit wechselnden Akteuren regelmäßig anbieten können. Ein Benefizabend zugunsten von Fussel, des Vereins Hilfe für krebskranke Kinder, mit der Band UB-Projekt ist für den 13. Juli geplant.

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