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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Und dann war der Titan am Telefon

23.09.2015

Nordenham /Oldenburg Die Regenbogenpresse haben sie abgegrast – von „Woche der Frau“ bis zur „Freizeit-Revue“. Jetzt sind die Radio-Stationen in ganz Deutschland an der Reihe. Oliver Lukas und Caroline Beil haben einen vollen Termin-Kalender. Klinkenputzen für ihr gemeinsames Projekt. An diesem Freitag ist ihre CD erschienen. „Beziehungsweise“ heißt sie. Die bekannte Moderatorin und Schauspielerin und der Sänger und Songwriter, der mit dem Nachnamen Galle in Nordenham geboren und aufgewachsen ist, machen erstmals gemeinsame Sache. Und wie: Ihre Single„Seelenverwandt“ haben sie gerade im ZDF-„Fernsehgarten“ vorgestellt – ein echter Ohrwurm für Freunde der deutschen Pop- und Schlagermusik.

Der Junge aus Nordenham, der seit vielen Jahren in Oldenburg lebt, ist in der Erfolgsspur. Jahrelang hat Oliver Lukas um seinen Platz in der deutschen Musikbranche gekämpft. Jetzt fühlt sich der 49-Jährige endlich angekommen. Und es war nicht zuletzt ein gewisser Dieter Bohlen, auch bekannt als Pop-Titan, der die Tür ganz weit geöffnet hat.

Fünf Jahre ist es her, da hatte Oliver Lukas den Pop-Titan am Telefon. Es war an seinem Geburtstag, dem 10. Juni. „Ich dachte, da will mich jemand veräppeln“, erinnert sich Oliver Lukas. „Ich mach’ Andrea Berg. Hast Du Lust mitzumachen?“, fragte Dieter Bohlen. Musiker-Jargon. Übersetzt bedeutete dies: Dieter Bohlen schreibt die Musik für das neue Album von Andrea Berg. Oliver Lukas sollte einen Großteil der Texte beisteuern. So kam es dann auch: Das Album „Schwerelos“ verkaufte sich 800 000-mal, gewann viermal Doppelplatin. Auch beim nächsten Album von Andrea Berg „Abenteuer“ war der ehemalige Nordenhamer als Texter dabei. Schließlich schrieb er für Semino Rossis Album „Symphonie des Lebens“ sämtliche Texte.

Mit Gefühl in der Stimme

Und dann kam DSDS. Dieter Bohlen suchte einen Gesangscoach für die Talente, die bei „Deutschland sucht den Superstar“ auftreten. „Wie jetzt?“ fragte Oliver Lukas. Er wandte ein, dass er kein Gesangslehrer sei. Dieter Bohlen wollte aber niemanden, der die Tonleiter perfekt rauf und runter singt. Er suchte jemanden, der Gefühl in der Stimme hat. Und da erschien ihm sein Kollege Oliver Lukas genau der Richtige. Fünf Jahre arbeitete der Oldenburger bei DSDS. Inzwischen hat er damit aufgehört. „Es hat tierisch Spaß gemacht. Aber es war einfach zu zeitaufwendig.“

Seinen Traum vom ersten Nummer-eins-Hit erfüllte sich Oliver Lukas 2013. „Mein Herz“ – so hieß der Song, den die DSDS-Gewinnerin Beatrice Egli präsentierte. Musik: Bohlen, Text: Lukas. Nicht nur die Single, auch das Album katapultierte sich auf Platz eins in Deutschland. Dabei hatte Oliver Lukas gerade einmal sieben Tage Zeit, um die Texte zu schreiben. Auf Knopfdruck produzieren zu müssen, war eine besondere Herausforderung. Oliver Lukas meisterte sie mit Bravour. Und inzwischen ist er in der Branche ein gefragter Songwriter. Unter anderem hat er für Andy Borg, Die Amigos, Matthias Reim und Bernhard Brink geschrieben. Zuletzt landete sein Titel „Wolke 7“ der Gruppe Wolkenfrei in den Top Ten.

Befreiungsschlag

Oliver Lukas ist sehr zufrieden. Und das hat auch damit zu tun, dass er vor drei Jahren einen Schnitt gemacht hat. Er hat seinen Job als Reiseverkehrskaufmann an den Nagel gehängt, weil er unbedingt den Durchbruch in der Musikbranche schaffen wollte. „Das war ein Befreiungsschlag für mich“, sagt der 49-Jährige. Früher hatte er einen VW Touareg und einen Porsche-Oldtimer. Jetzt fährt er einen Fiat 500. Früher wohnte er in einem 280-Quadratmeter-Eigenheim. Jetzt lebt er gemeinsam mit seiner neuen Freundin und seinem Berner-Sennen-Hund Bo in einer 45-Quadratmeter-Altbau-Wohnung im Oldenburger Dobbenviertel. „Materielle Dinge spielen keine große Rolle mehr für mich“, sagt er. „Von mir aus kann alles so bleiben, wie es ist.“

Nur eines wünscht sich der 49-Jährige: Dass Schlagermusik endlich die Anerkennung findet, die sie verdient. „Viele Menschen bekommen gute Laune von dieser Musik. Sie feiern danach. Ich würde mir wünschen, dass sie sich auch dazu bekennen.“

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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