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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

PREMIERE: Unter falschem Verdacht

22.10.2007

FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE Der Kaffee schmeckt abscheulich. Was nicht weiter verwundert, hat doch Steffen Koopmann (gespielt von Reiner Böning) den Wachmacher seiner Frau Eva (Heidrun Winter) irrtümlich mit Salz gesüßt. Dieses Missgeschick nicht erkennend reift in Eva Koopmann der Verdacht, dass ihr Mann sie vergiften will.

Turbulent geht es zu bei der plattdeutschen Komödie der Niederdeutschen Bühne Nordenham „Tweemal söss Richtige“ aus der Feder von Inge Debelts. Als Eva Koopmann entdeckt, dass ihr Mann und seine beiden Freunde Ingo Schött (Georg Schultz) und Wilfried Dröge (Hans-Jürgen Nemeyer) 948 000 Euro im Lotto gewonnen haben, glaubt sie ihre Vermutung bestätigt und nimmt den Schein an sich. Sie weiht Irmchen Dröge (Traute Funk) und Lisa Schött (Andrea Thormählen) ein. Die drei schmieden nun ihrerseits ein Komplott, denn ihre Männer wollten ja den Gewinn verschweigen und eine Diskothek eröffnen. Dafür hatten sie bereits einen Kredit über 165 000 Euro beantragt.

Rund 70 Zuschauer verfolgen die gelungene Uraufführung am Freitag im Kasino Friedrich-August-Hütte. Die Gruppe Käptn Blight – Mitglieder des Shantychors Nordenham – hat sie mit a capella- Gesang eingestimmt. Für die Mannen ist es gleichfalls eine Premiere. Sie stehen erstmals auf der Bühne.

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Im Verlauf der Komödie sorgen die gut aufgelegten Akteure für allerlei Verwirrung. Wer den Lottoschein besitzt und woher das Geld für das Hotel „Einsames Herz“ kommt, welches die drei Frauen ohne das Wissen ihrer verstoßenen Gatten eröffnen, sind die zentralen Themen.

Inge Debelts hat ein feinmaschiges Netz gesponnen, in dem sich auch die Zuschauer verfangen. Denn wer glaubt, dass sich zum Schluss alles wieder wie sonst üblich in Wohlgefallen auflöst, sieht sich diesmal getäuscht. Das spektakuläre Ende stimmt nachdenklich. Den Name des Hotels hat die Autorin nicht willkürlich gewählt.

Mit ihrer Komödie greift Inge Debelts das gesellschaftliche Phänomen von krisengeschüttelten Ehen auf, wobei die Paare selbst ihren Freunden und Bekannten oftmals eine heile Welt vorgaukeln. Die Regisseurin trägt dem unterschiedlichen Verhalten der Menschen Rechnung und verpasst ihren Figuren unterschiedliche Charaktere. Die Akteure setzen diese Vorgaben glaubhaft um. Immer offenkundiger liegen die unüberbrückbaren Gräben blank, die sich zwischen den Paaren auftun. Das liebe Geld ist kein Allheilmittel.

Reiner Böning und Georg Schultz als schlitzohriger Filou sowie Hans-Jürgen Nemeyer spielen auch die leisen Szenen überzeugend. Gleiches gilt für Heidrun Winter und Traute Funk. Ihnen gelingt jeweils der Rollenwechsel von einer gehörnten Ehefrau hin zu einer selbstbewussten und resoluten Unternehmerin. Das Quintett ergänzt Andrea Thormählen in ihrer ersten Rolle mit jugendlichem Esprit. Textsicher sorgt sie als Dummchen Lisa Schött für Dynamik in den Schlüsselszenen dieser Inszenierung.

Mitwirkende und aufführungen

Bei dem Stück führt die Autorin Inge Debelts auch selbst Regie. Das Team komplettieren Manfred Scherotzki (Inspizient), Edith Dirksen (Souffleuse), Bodo Debelts (Bühnenbild). Für den Bühnenbau zeichnen sich Georg Modersitzki, Hans-Jürgen Nemeyer, Erwin Heidemann (auch Bühnenmalerei) und Manfred Scherotzki verantwortlich. Almut Kowalski (Kostüme/Requisite), Angelika Fensch (Maske/Frisuren) sowie Andreas Günther und Rolf Puhl (Technik) wirken mit.

Weitere Aufführungen finden jeweils ab 20 Uhr im Kasino FAH statt: Mittwoch, 24. Oktober, Freitag, 26. Oktober, Sonnabend, 27. Oktober, Mittwoch, 31. Oktober, Donnerstag und Freitag, 1. und 2. November, sowie am Mittwoch, 7. November.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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