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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Variantenreiches und kreatives Spiel

11.11.2013

Seefeld Einen unvergesslichen Abend bescherte der Ausnahmemusiker Henri Stabel seinen begeisterten Zuhörern am Freitagabend in der Seefelder Mühle. Seine charmante Erzählweise lockerte die kleinen Pausen zwischen den sehr unterschiedlichen Liedern und Stücken bestens auf und seine persönliche Art zog das Publikum in seinen Bann.

Ob das „Hännschen klein für Erwachsene“, gespielt als satter Blues oder spanische Melodien: Henri Stabel aus Mecklenburg-Vorpommern servierte verschiedenste Genres und zeigte bei seiner Stimme eine ebenso faszinierende Bandbreite.

Tiefstes Brummen, höchstes „Quietschen“ und meditative Obertöne wechselten sich ab und versetzten die Zuhörer in ungläubiges Staunen. Sie fielen fast in Trance bei dem indischen Raga-Gipsy, bei dem Henri Stabel aus seinen Erfahrungen aus einem langen Indienaufenthalt schöpfte. „Keine Angst, ich hole euch da wieder raus“, meinte er scherzhaft nach dem minutenlangen Stück und fuhr einfach mit einem im Country-Stil intonierten Lied über das „irische Wässerchen“ fort.

Beim späteren mexikanischen Stück schaffte er es mühelos per Mundtrompete die typisch schiefen Klänge der dortigen Kapellen nachzuahmen. Obwohl mit nur einer Gitarre und einer Laute äußerst sparsam ausgestattet, entfuhren Henri Stabel per Stimmakrobatik diverse andere Instrumentierungen plus Kunstsprache und Obertöne.

Mit seiner großen Bühnenpräsenz fesselte er die Zuhörer und ließ die Grenzen zwischen Musiker und Publikum schwinden.

Der sympathische Barde zeigte keine Berührungsängste, scherzte mit seinem Gegenüber und wirkte dabei wie der nette Junge von nebenan. Obwohl er weit gereist sei, habe ihn die Sehnsucht nach Landhäusern und Steinen in die Heimat zurückkehren lassen, erklärte Henri Stabel im Laufe des Abends.

Für das Seefelder Publikum und viele andere Musikfans in der Republik dürfte das ein Glücksfall gewesen sein. Denn seine weltoffene Musikmischung, sein variantenreiches und kreatives Spiel, seine Offenheit und unkonventionelle Art wären ein echter Verlust, wenn er doch in Indien, Aus-tralien, Irland oder Lateinamerika hängen geblieben wäre. So aber kehrte er „mit allen Wassern gewaschen“ zurück und bereichert nun die Daheimgebliebenen mit internationalen Klängen, die er selbst verfasst oder auf seine Art interpretiert hat.

Er würde gerne wiederkommen, gestand er am Ende des Konzertes. Der lang anhaltende Applaus und die Standing Ovations nach drei Zugaben werden ihn und den Veranstalter sicherlich darin bestärkt haben.

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