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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Rotary: Verantwortung tragen und Hilfe leisten

11.04.2011

NORDENHAM 1961 war ein Jahr der Aufbruchstimmung. John F. Kennedy trat das Amt des US-Präsidenten an, Juri Gagarin riskierte als erster Mensch eine Reise ins Weltall. Das Bedürfnis, etwas Neues auf den Weg zu bringen, erfüllte auch die Männerrunde, die am 6. Februar im Hotel Friedeburg zusammengekommen war. Sie gründete den Rotary Club Nordenham, um eine Gemeinschaft zu schaffen, die sich der selbstlosen Dienstbereitschaft und der Völkerverständigung sowie der Förderung von Jugend und Bildung verpflichtet fühlt. Auf die Anfänge ihres Serviceclubs haben die Nordenhamer Rotarier und ihre Gäste am Sonnabend bei einer Jubiläumsfeier im Kasino Friedrich-August-Hütte zurückgeblickt.

94 Prozent Auslastung

Als Festredner trat der Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, Markus Müller, auf. Der gebürtige Allgäuer, der selbst auch Mitglied der weltweiten Rotary-Vereinigung ist, gab einen Einblick in die aktuelle Situation des Theaters in Oldenburg und machte deutlich, warum ihm die Jugendarbeit besonders am Herzen liegt. Ganz im Gegensatz zu den anfänglichen Befürchtungen hat sich laut Markus Müller der vorübergehende Wechsel des Staatstheaters in den Oldenburger Fliegerhorst zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Aufgrund der Sanierungsarbeiten im Großen Haus musste das Ensemble in die provisorische Spielstätte ausweichen, die vom Publikum nach Müllers Angaben sehr gut angenommen wird. „Der Umzug hat neue Energien freigesetzt“, sagte er, „und noch mehr Qualität in die Aufführungen gebracht.“ Mit einer Auslastung der Aufführungen von 94 Prozent stehe das Staatstheater, das 416 Mitarbeiter beschäftigt, zurzeit ausgezeichnet da.

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Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen hält Markus Müller für wichtig, weil sie sich äußerst positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen auswirken. Sein Ziel ist es, Schüler systematisch an das Theater heranzuführen und dabei die Lehrer so wenig wie möglich mit organisatorischen Tätigkeiten zu belasten. Ihm geht es nicht nur um die Sicherung des Publikums von morgen, sondern auch um die soziale und pädagogische Komponente: „Die Gesellschaft ist immer stärker von Markteinflüssen geprägt“, sagte der Generalintendant, „da ist es wichtig, jungen Menschen eine Orientierung zu geben.“

Da sich im altehrwürdigen Kasino FAH die Heimat der Niederdeutschen Bühne Nordenham befindet, passte der Vortrag des Oldenburger Intendanten auch in der Beziehung bestens in das Programm der Rotary-Feier. Bürgermeister Hans Francksen ließ in seinem Grußwort nicht unerwähnt, dass es in Nordenham gleich vier Theaterstätten gibt. Dazu zählte er neben dem Kasino den Güterschuppen des Theaters Fatale sowie die Stadthalle Friedeburg und die Jahnhalle. Hans Francksen hob ebenfalls die Bedeutung der Theaterpädagogik für die Jugend hervor. Ein großes Dankeschön richtete der Bürgermeister an den Rotary Club Nordenham für dessen soziales Engagement: „Rotarier tragen Verantwortung und helfen denen, die Hilfe nötig haben.“

Beitrag zum Weltfrieden

Auch der stellvertretende Wesermarsch-Landrat Dieter Kohlmann würdigte die Verdienste des Nordenhamer Rotary Clubs für das gesellschaftliche Miteinander. Besonders hob er den internationalen Schüleraustausch hervor, der das gegenseitige Verständnis fördere und damit einen Beitrag zum Weltfrieden leiste.

Zur Anerkennung des 50-jährigen Engagements überreichte der Governor des Rotary-Distrikts 1850, Peter Möller, eine Jubiläumsurkunde und las ein Gratulationsschreiben vor, das der Präsident von Rotary International, Ray Klingensmith, anlässlich des Nordenhamer Jubiläums verfasst hatte. Die Urkunde nahm der Nordenhamer Club-Präsident Dirk Baars entgegen.

Von den Gründungsvätern aus dem Jahr 1961 leben noch drei. Zwei von ihnen – Dieter Auffarth (85) und Dieter von Bestenbostel (80) – sind nach wie vor dem Nordenhamer Club treu. Ihr Mitstreiter von einst, Siegfried Hellmann, wohnt inzwischen in den Niederlanden. Für ihre ein halbes Jahrhundert andauernde Verbundenheit zu den Nordenhamer Rotariern zeichnete Club-Präsident Dirk Baars die beiden Jubilare mit Urkunden aus.

Zum Geburtstagsfest des Rotary Clubs Nordenham waren neben den 46 Mitgliedern etwa 60 geladene Gäste erschienen. Dazu zählten auch Vertreterinnen und Vertreter des Kinderschutzbundes Nordenham, der Kinder- und Jugendfarm, der Bürgerstiftung Nordenham und der Kinderhilfe Butjadingen. Ihnen händigte Dirk Baars symbolische Schecks über jeweils 1500 Euro aus. Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens hatte sich der Club entschlossen, die Jugendarbeit dieser vier Einrichtungen besonders zu fördern.

Für die musikalische Begleitung der Jubiläumsfeier sorgte die Nordenhamer Band Timeless. Zu der Pop- und Jazzgruppe gehören Natascha Schulz, Pasco Schulz und Stefan Jaetdke. Der Rotary Club Nordenham nimmt ausschließlich Männer auf. Der Oldenburger Theaterintendant Markus Müller rief seine rotarischen Freunde dazu auf, von dieser Tradition abzulassen und künftig auch Frauen die Mitgliedschaft zu ermöglichen.

Die Gründungsväter Dieter Auffarth und Dieter von Bestenbostel kamen gerne dem Wunsch des Präsidenten nach, die Entstehungsgeschichte des Clubs zu schildern. Wie berichtet, war der Nordenhamer Ableger auf Initiative des Bremerhavener Rotary Clubs entstanden. Die offizielle Aufnahme in das rotarische Verzeichnis erfolgte am 13. April 1961; die Charterfeier an Bord der MS Bremerhaven fand am 23. Juni 1961 statt.

Aufgrund der engen Verbindungen zur anderen Weserseite gratulierte auch der Rotary Club Bremerhaven, vertreten durch Cornelius von der Hellen, zum Jubiläum. Zudem war eine Delegation aus dem niederländischen Partner-Club Appingdam-Delfzijl zu der Feier gekommen. Im Namen seines Clubs überreichte Henk Aardse nicht nur Blumen, sondern auch einen Spendenscheck über 1000 Euro für die „sympathischen Jugendprojekte“ der Nordenhamer Freunde

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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