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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Jahreshauptversammlung: Verein Literaturplus steht vor dem Aus

28.01.2017

Nordenham Die Zukunft des Vereins Literaturplus Wesermarsch hängt am seidenen Faden. 74 Mitglieder hat der Kulturverein – eine stolze Zahl. Ein tolles Image hat er, bietet ein interessantes Veranstaltungsprogramm, hat mit der alljährlichen Schiffslesereise auf der „Lissi“ ein kulturelles Highlight geschaffen und ist finanziell bestens ausgestattet. Und doch, geschieht nicht noch in allerletzter Minute ein Wunder, dann ist das letzte Kapitel des Vereins bald geschrieben.

Dr. Sigrid Cranz, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit von Literaturplus, und Anne Schlegel, verantwortlich für die Kassenführung, hatten schon vor Jahren angekündigt, dass sie ihre Posten abgeben werden. Jetzt machten sie Ernst bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend in der Stadtbücherei. Eine Kassenprüferin scheidet zudem turnusgemäß aus. Der Posten des stellvertretenden Vorsitzenden ist schon seit langem vakant. Und die ehemalige Vorsitzende Renate Knauel, die nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand trotzdem seit zwei Jahren noch in der Arbeitsgruppe aktiv war, um, wie der heutige Vorsitzende Markus Scharrer lobend hervorhob, „diesen großartigen Verein nicht durch ihren Rückzug arbeitsunfähig zu machen,“ hat nun ihren definitiv endgültigen Ausstieg vollzogen.

Antrag auf Auflösung

Der verbliebene Rumpfvorstand aus Markus Scharrer und Veranstaltungskoordinator Dieter Dollau fühlte sich deshalb gezwungen – sollte sich während der Versammlung diese prekäre Situation bestätigen – „im Anschluss leider einen Antrag auf Auflösung des Vereins Literaturplus zu stellen“.

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Trotz dieser düsteren Prognose fand sich unter den vier einzigen Vereinsmitgliedern, die neben den Noch-Vorstandsmitgliedern zur Versammlung gekommen waren, niemand, der Verantwortung übernehmen wollte. „Ihr habt eine Marke geschaffen. Gebt sie nicht so ohne Weiteres auf“, beschwor Jochen Dudeck die Anwesenden. Er regte an, den Verein, wenn nötig, zur Neufindung für zwei Jahre in eine Art „Standby-Modus“ mit nur einer Veranstaltung pro Jahr „zur Sicherung des Vereinszwecks“ zu versetzen.

„Wenn ich die vielen leeren Stühle hier im Raum sehe, bin ich dafür, einen klaren Schnitt zu machen“, entgegnete ihm Anne Schlegel. Die junge Generation Facebook & Co. habe offensichtlich kein Interesse mehr an Vereinsleben. Zudem: Wenn jede Scheune, jede Kneipe Dichterlesungen anbiete, habe sich ein Format wie Literaturplus überlebt. Es müsse auch stutzig machen, dass der Verein bei sechs der sieben Veranstaltungen im vergangenen Kalenderjahr Verluste gemacht habe.

Nur die stabilen Rücklagen hätten verhindert, dass Literaturplus unterm Strich rote Zahlen schreibe. Sein oder Nichtsein? Diese Frage wollten die Versammlungsmitglieder nach langer Diskussion aber dann doch noch nicht abschließend entscheiden. Durften sie auch gar nicht, denn laut Satzung muss die Auflösung des Vereins in einer gesonderten, nur zu diesem Tagesordnungspunkt einberufenen Sitzung, vollzogen werden.

Fünkchen Hoffnung

Mit einem Fünkchen Hoffnung greift Literaturplus jetzt nach einem letzten Strohhalm: Für Montag, 20. Februar 19.30 Uhr, lädt der Vorstand nun noch einmal zur Diskussion um die Zukunft des Kulturvereins ein und hofft darauf, dass sich doch noch Mitglieder melden, die bereit sind, Aufgaben zu übernehmen. Für den Fall, dass das nicht klappt, findet gleich anschließend ab 20 Uhr die Auflösungsversammlung statt.

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