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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Viel komplizierter als eine DVD

18.08.2012

Brake Norbert Ostendorf überprüft ein letztes Mal, ob der Vorhang sich öffnen und schließen lässt. Derweil treffen Fritz Labbow und Manfred Fleddermann im engen Vorführraum Vorbereitungen für die jungen Gäste. Die trudeln wenig später ein: Ferienpasskinder haben sich jetzt hinter den Kulissen des Central-Theaters umgesehen.

Zehn Kinder sind es insgesamt, die in zwei Gruppen von den Filmvorführern Labbow und Fleddermann sowie Kulturzentrumsleiter Norbert Ostendorf durch das Kino geführt werden. Während die eine Gruppe sich zunächst im öffentlichen Teil des Kinos umsehen darf, geht die andere Gruppe gleich eine schmale Wendeltreppe hoch ins Allerheiligste. Im schlauchförmigen Vorführraum erklärt Fleddermann, der von 1993 bis 2000 als Filmvorführer in Brake tätig war, den Kindern, wie man 35mm-Filme von der Lieferrolle in die Projektoren bekommt, wie man Filme schneidet und klebt und was man dabei alles beachten muss.

Filmrollen sind natürlich erheblich komplizierter zu handhaben als eine DVD. Vom Abspulteller muss der Film über ein Rollensystem in den Projektor geführt werden und von dort über ein zweites Rollensystem wieder zum Aufspulteller. Wenn man nicht aufpasst, wird das Bild falsch auf die Leinwand projiziert oder der Ton wird falsch wiedergegeben.

Jabbow, schon seit über 30 Jahren Filmvorführer in Brake, unterstützt seinen Kollegen, während es im Vorführraum immer wärmer wird. Später, während der Vorführung des Films „Konferenz der Tiere“, können die jungen Besucher immer zu zweit in den Vorführraum gehen und den Filmprojektor mit seinen 1600 Watt Leistung in Aktion erleben. „Früher“, erzählt Fleddermann, „als noch mehrere Vorführungen am Tag stattfanden, konnte man Spiegeleier auf den Projektoren braten, so heiß wurden die“.

Nach dem Gruppenwechsel geht es weiter mit Manfred Ostendorf, der zunächst etwas über die aktuelle Situation des Kinos erzählt und die Kinder dann zu einen Rundgang einlädt. Im hinteren Bereich des Kinos findet sich noch ein zweiter, kleinerer Saal, der aber aktuell nicht in Benutzung ist. Wieder im Hauptsaal angelangt, führt Ostendorf die Licht- und Tonsteuertechnik vor, erklärt, warum Vorhänge vor den Eingangstüren sind. Und zur besonderen Freude der Kinder gibt es Getränke – und es wird gezeigt, wie Popcorn gemacht wird.

Zum Abschluss der Besichtigung erhält jedes der Kinder ein Stück originalen 35mm-Film und ein Kinoposter nach Wahl. Vor der Eingangstür sammeln sich mittlerweile die regulären Kinogäste. Ostendorf bestimmt kurzerhand zwei der Ferienpasskinder zu Kartenkontrolleuren. Sie erfüllen ihre Aufgabe sehr gewissenhaft.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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