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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Central-Theater: Vokalpop mit viel Wortwitz

19.03.2013

Brake Auf den ersten Blick irritiert die Bühne des Central-Theaters am Sonnabend. Es findet ein Konzert statt, aber kein einziges Instrument steht auf der Bühne, nur ein Tisch mit Wasser. Die Band „Malebox“ hat ihre Instrumente aber nicht vergessen oder sie aus Versehen in der Weser versenkt: Das Quartett braucht schlicht nur die eigenen Stimmen. A-Capella-Vokalpop der besonderen Art verspricht die noch junge Band aus Berlin, dessen Mitglied Arne Leßmann 2010 in Brake sein Abitur ablegte.

Alex (Bass), Arne (Bariton), Freddy (Bariton) und Valle (Tenor) fingen als „FiveTon“ an, nennen sich aber seit Kurzem „Malebox“ und haben vor wenigen Tagen ihr erstes Album „Bitte sprechen Sie nach dem FiveTon“ veröffentlicht. Die Wortspielereien, die in beiden Bandnamen und im Namen des Albums stecken, geben schon einen Vorgeschmack auf die Show. Mit viel Wortwitz und Humor präsentiert das Quartett neben eigenen Kompositionen wie „Nach dem FiveTon“ und „Bauer sucht Frau“ auch Cover wie „Schwarz zu blau“ (Peter Fox) oder „Umbrella“ (Rihanna). Angereichert wird das Programm durch leichte Comedy-Einlagen, Interaktion mit dem Publikum, Tanzeinlagen und viel Spontanität. So begrüßt Freddy die Gäste mit der „liebevollen“ Bezeichnung Flitzpiepen, weil er mal gelesen hat, dass Menschen den ersten Satz des Abends immer vergessen. Der Plan geht nicht ganz auf, die Braker Flitzpiepen sind viel zu interessiert an dem, was „Malebox" auf der Bühne bietet.

Enttäuscht wird das Publikum nicht, der Tourauftakt zum Album-Release gelingt und begeistert. Zwar ist das Programm von „Malebox“ gesanglich und technisch stellenweise noch verbesserungsfähiges, aber die charmante und natürliche Art der Sänger lässt einen die wenigen Probleme schnell vergessen. Die Freude, die die Band an ihrem Tun hat, überträgt sich mühelos auf die über 100 Gäste im Kulturzentrum.

In einer Mischung aus „Die Prinzen“ und den „Wise Guys“ schafft es „Malebox“, sowohl den Covern ihre eigene Note und Interpretation zu verleihen als auch mit ihren eigenen Stücken zu begeistern. Die Melange aus tiefgängigen Liebesliedern, humorvollen Stücken über den Alltag und das Fernsehprogramm sowie bekannten Songs im neuen Gewand überzeugt. Das Publikum klatscht bei den Liedern spontan im Takt und applaudiert mehr als einmal frenetisch. Auch wenn Malebox mit ihrer Mischung aus „Die Prinzen“ und den „Wise Guys“ Musik für alle Altersgruppen bietet, ist es erfrischend, dass so viele junge Leute den Weg ins Kulturzentrum gefunden haben, verirren sich doch sonst nur wenige Vertreter der jüngeren Kohorten in den Kinosaal.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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