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46 Millionen Euro für „Seute Deern“
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Aktualisiert vor 1 Minute.

Bremerhavener Wahrzeichen
46 Millionen Euro für „Seute Deern“

NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Von Königen und Prinzessinnen

20.12.2016

Neuenbrok „Papiertheater“ – das ist nicht nur eine bezaubernde Bühne im Miniaturformat, die Geschichte des „Papiertheaters“ verzeichnet dieses Genre auch als ein „Kind der Romantik“. Diese Romantik konnten die Besucher der Neuenbroker „Klecksklause“ am vergangenen 4. Adventssonntag bestens nachvollziehen. Dafür sorgte auf Einladung der „Klecksklause“-Inhaberin Edith Koschnick die bekannte Autorin, Malerin und Illustratorin Heike Ellermann.

Die Oldenburgerin hat ihr Papiertheater selber gebaut. Viele verschiedene und selbstentworfene Bühnenbilder und Figuren ermöglichen es ihr, zauberhafte Stücke oder Märchen aufzuführen. Auf dem Programm stand unter anderem das „Märchen vom zornmütigen König und der törichten Prinzessin“. Verfasst wurde die wunderschöne Geschichte von Lenelotte von Bothmer (1915 bis 1997).

Bei Heike Ellermanns Aufführung in der „Klecksklause“ war die Erzählstimme der Verfasserin vom Band zu hören – und die in den Kulissenpausen gespielte feierliche Barockmusik unterstrich die dramatische Handlung. Das Märchen über den Wert des Lesens und der Bücher wurde von der großen Politikerin 1995 aufgeschrieben.

Heike Ellermann, die Lenelotte von Bothmer noch kennengelernt hat, wusste nach der schönen Papiertheateraufführung noch einiges über die gebürtige Bremerin und SPD-Politikerin zu erzählen.

Als Bundestagsabgeordnete wagte es Lenelotte von Bothmer im Jahr 1970 (!) als erste Frau im Hosenanzug an das Mikrofon zu treten, nachdem der CSU-Vizepräsident Richard Jäger getönt hatte, er würde es niemals erlauben, dass eine Frau in Hosen im Plenum sprechen dürfe, erzählte Ellermann. Aus Protest zog sich Lenelotte von Bothmer einen hellen (heute mehr als braven) Hosenanzug an, trat ans Mikrofon und zog damit einen regelrechten Sturm von Beschimpfungen der männlichen Abgeordneten auf sich. Die Medien berichteten damals über den Eklat als „weibliches Emanzipations-Drama in drei Akten“.

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