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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Dorfgemeinschaft Waddens: Eine Meerjungfrau rächt sich

07.01.2019

Waddens Der Neujahrsempfang der Waddenser „Basteltanten“ im Garten Eden hat sich längst zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Bei Kaffee, Tee und Kuchen und später einem Glühwein und Bratwurst vom Grill zum Jahresauftakt klönen – das ist in Waddens schon eine kleine Tradition. Die gesellige Veranstaltung, die Ute von Atens, Petra Adrian, Renate Hibbeler, Leni de Witt, Dörthe Neckritz und Tineke de Witte ausrichten, fand am Wochenende bereits zum sechsten Mal statt und lockte rund 100 Besucher an. Die feierten bis gegen Mitternacht und stellten am Abend bei Karaokeeinlagen sogar noch ihr Gesangstalent unter Beweis.

Davor gab es für die Gäste eine besondere Überraschung, nämlich die Enthüllung einer moosbewachsenen Skulptur der Waddenser Nixe. Ein Jahr lang haben Susanne, Lena und Manfred Hübler sowie Esther Folkens gemeinsam an dem Kunstwerk aus Porenbeton mit einem Gesicht aus leuchtend blauen Mosaiksteinen gearbeitet. Ihr mit Gräsern und Moosen bepflanztes Erstlingswerk war erst vergangenen Donnerstag, zwei Tage vor dem Empfang also, fertig geworden.

Zugrunde liegt der Skulptur eine Sage, nach der eine Meerjungfrau das Schicksal von Alt-Waddens besiegelt haben soll. Die besagte Meerjungfrau nahm bei ablaufendem Wasser auf dem Watt ein Sonnenbad. Die Waddenser entdeckten sie und schleppten sie gegen ihren Willen weit ins Land. Die Meerjungfrau verfluchte daraufhin ihre Peiniger und schwor Rache.

Bis heute ist nicht geklärt, wie die Dame frei und wieder in ihr angestammtes Element, das Wasser, kam. Fest steht der Erzählung nach, dass sich eines Tages weiße Schwalben im Kirchspiel zeigten. Ein alter Mann, der dies als schlechtes Omen deutete, sollte Recht behalten. Eine verheerende Flut zerriss bald den Deich an zahlreichen Stellen – Alt-Waddens versank in den Fluten, und die Rache der Meerjungfrau war besiegelt.

Nachdem seine Tochter Kristin die Sage vorgetragen hatte, lud Dorfsprecher Dirk Warns alle Gäste dazu ein, die Enthüllung des Kunstwerks mit einem Schluck Nixengold zu begießen. Auf die Idee, für den Garten Eden eine solche Skulptur zu schaffen, waren Susanne Hübler und Esther Folkens gekommen. Die beiden Frauen hatten in einer Gartenzeitschrift eine Figur entdeckt, die sie inspirierte. Zwar hielt sich das Magazin mit Informationen darüber, wie eine solche Skulptur herzustellen sei, auf Nachfrage zurück. Doch die beiden kreativen Frauen halfen sich selbst und fanden einen Weg.

Bei den Gästen des Neujahrsempfangs kam das neue Kunstwerk richtig gut an. Lobende Worte fanden auch Bürgermeisterin Ina Korter und Pastor Klaus Braje. Der Erlös der Veranstaltung soll wieder der Dorfgemeinschaft zugute kommen. Geplant ist, zusätzliche Weihnachtsbeleuchtung für das Dorf anzuschaffen.

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