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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Hier präsentieren sich erstaunlich viele kreative Talente

02.09.2019

Waddens Im Rahmen der Kunst- und Kulturwochen Gezeiten findet seit einigen Jahren immer eine Gemeinschaftsaktion der Butjenter Bürgervereine statt. Dieses Jahr hieß es „Kunst und Kreatives“ in Waddens – im Saal und auch, bei strahlender Sonne, im Garten des Butjenters. Renate Knauel, Vorsitzende des Gezeiten-Arbeitskreises, hatte fleißig getrommelt und immerhin 16 Anbieter für den Nachmittag gewinnen können.

Es ist schon erstaunlich, wie viele Talente da mit ihren so unterschiedlichen und vielseitigen Hobbys in Butjadingen schlummern. Insbesondere in Waddens scheint es nur so vor Kreativität zu wimmeln, stellte das kleine Dorf doch über die Hälfte der etwa 40 Akteure.

Dort gibt es etwa die Waddenser Basteltanten: sechs Damen mittleren Alters, die sich einmal im Monat bei Tineke de Witte treffen. Ihre aus Hasendraht gearbeiteten, großformatigen Hüte gingen weg wie warme Semmeln. Auch Bürgermeisterin Ina Korter erstand eines der schmucken Exemplare.

Nele Logemann aus Eckwarden und Julia Poustourlis aus Waddens gehören neben anderen zu „Gemeinsam besser“. Das ist zunächst eine WhatsApp-Gruppe von 20 Frauen, die sich die Nachhaltigkeit zum Ziel gemacht haben. Gelegentlich rufen sie kleine Wettbewerbe unter den Mitgliedern aus, etwa, dass man eine Woche kunststofffrei leben muss. In Waddens boten sie unter anderem wiederverwertbare, da genähte, Schminkpads und verschiedene Cremes an.

Silke Voßkamp aus Nordenham hat vor kurzem in Waddens gebaut. Sie geht gerne spazieren und sammelt dabei kleine Muscheln oder auch Blüten. Diese werden dann in Kunstharz eingegossen und ergeben hübsche Anhänger oder Ohrringe.

Auch Kay von Deetzen hat ein ungewöhnliches Hobby, er fertigt filigrane Radierungen im Tiefdruckverfahren. Das Team Bachmann/Hansing setzt auf stabile und urige Vasen aus Betonguss, die dann teilweise koloriert werden. Letzte der Waddenser Talente war Doreen Meinköhn mit ihrer Buchfaltkunst. Die dabei entstehenden faszinierenden Objekte sind nur schwer zu beschreiben, ihre Herstellung ist extrem zeitaufwändig.

Aber auch aus anderen Ortschaften gab es einiges zu bestaunen. Karl-Heinz König aus Tossens zeigte, wie man mit viel Geduld und Geschick die berühmten Herrnhuter Sterne basteln kann, sicherlich der Rolls-Royce unter den Weihnachtssternen. Diese kann man aber auch fertig aus der Oberlausitz erwerben, so der Tipp des ehemaligen Erziehers im Internat der Zinzendorfschule.

Elmar Hüttenmeister, Konstrukteur und ehemaliger Kapitän des Ausflugsschiffes Waga II, ist begeisterter und genialer Modellbauer. Er hatte das imposante Modell des britischen Frachters „SS Teiresias“ mitgebracht, 1,70 Meter lang und wahlweise elektrisch oder mit Dampf zu betreiben. Noch nicht ganz fertig ist sein Modell des Raddampfers „Strongbow“, dort wird er im Brückenfenster sogar eine Kamera einbauen, die dann Echtzeitbilder der Jungfernfahrt aufs Smartphone liefern wird. Von 3D-Druckern hält Hüttenmeister übrigens nichts, bei ihm wird alles auf heimischer Drehbank manuell produziert.

Der Butjenter Spinnkreis trifft sich alle 14 Tage bei Annegret Martens in Ruhwarden und gehört zum Rüstringer Heimatbund und zur LEB. Die neun Mitstreiterinnen möchten, dass dieses alte Handwerk nicht in Vergessenheit gerät. Ilse Lübben empfahl besonders bei Entzündungen ein Tuch aus selbstgesponnener Schafswolle. Die Umwickelung der Stelle erzeuge konstante Temperatur und dadurch schnelle Linderung.

Aus Langwarden kamen zwei Schneiders, Karin mit ihren putzigen Lu-La-Bären, und Heide mit gewundenen Hopfenkränzen. Natürlich gab es auch Gemälde, meistens mit maritimen Motiven, zum Beispiel von Brigitte Hüttenmeister, Gudrun Brandt und Petra Feldmeier.

Stets umlagert war der Tisch von Martina Geberzahn, stellvertretende Bürgermeisterin und Kassenwartin des Bürgervereins Stollhamm. Sie zeigte allen interessierten Kindern, wie man mit Straßenkreide zunächst Salz färbt und dann dekorativ schichtweise in Flaschen füllt.

Insgesamt gesehen war dies eine rundherum gelungene Veranstaltung: Gut besucht, fast alle Verkäufer waren zufrieden und wer von den Gästen nichts gekauft hatte, labte sich am leckeren Kuchen von Wirtin Hilja. Gerne wieder im nächsten Jahr!

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