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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Wal-Kieferknochen bereichert Ausstellung

04.09.2014

Brake Ein unbedarfter Zuschauer hätte sich glatt fragen können, warum fünf Männer behutsam einen alten Baumstamm in Brakes Wahrzeichen schleppen. Tatsächlich handelte es sich um ein Exponat, das es allemal Wert ist, die neu konzipierte Ausstellung im Telegraph, der am 27. September wiedereröffnet werden soll, zu bereichern: Der „Baumstamm“ ist ein mehr als hundert Jahre alter Kieferknochen eines Wals, den die Besucher des Braker Schiffahrtsmuseums künftig werden bestaunen können.

Das Museum verfügt über insgesamt vier solcher Kieferknochen. Das Exemplar, das am Mittwoch die Museums-Mitarbeiter Manfred Werner, Clemens Fiebig, Michael Röben, Norbert Schultz und Onno Ficke in den Telegraph bugsiert haben, sei der kleinste und zugleich der am besten erhaltene Knochen, so Leiterin Dr. Christine Keitsch.

Die vier von Finnwalen stammenden Knochen haben eine Vorgeschichte. Sie dienten einst als Portal der Villa Bornemann in Hude. Dort stöberte sie Gert Rosenbohm aus Brake auf, der sich seit vielen Jahren mit dem Thema Walfang beschäftigt und sich als ehrenamtlicher Mitarbeiter für das Schiffahrtsmuseum engagiert. Rosenbohm holte die Walknochen nach Brake – mit dem Ziel, dass sie konserviert und dann im Schiffahrtsmuseum ausgestellt werden. Es gab sogar die Idee, dass sie im Museumsgarten erneut ein Portal bilden.

Tatsächlich kam es jedoch anders. Die Exponate wanderten in ein Depot im Braker Hafen, das das Museum nutzt, und fristeten dort fünf Jahre lang ein einsames Dasein. Von einer Konservierung habe sie bewusst abgesehen, erklärt Christine Keitsch. Dabei nämlich bestehe die Gefahr, dass sich das Material verändert. Die Museumsleiterin möchte den Besuchern den aus den vier Exponaten ausgewählten, rund 80 Kilogramm schweren Knochen aber lieber im Originalzustand präsentieren, auch wenn er in Hude über Jahre Wind und Wetter ausgesetzt war.

Im „neuen“ Telegraph findet der Kieferknochen, der einst vermutlich über den Braker Hafen in die Wesermarsch gelangte, nun ein passendes Umfeld. Das Museum thematisiert in der neu konzipierten Ausstellung den Walfang, der Mitte des 19. Jahrhunderts von der Weser aus betrieben wurde. Dazu ist im Museumsshop auch eine umfangreiche Chronik erhältlich, die, wie berichtet, Hans-Nikolaus Schümann aus Lemwerder verfasst hat.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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