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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„Weihnachten hat Magie nicht verloren“

24.12.2015

Nordenham Welche Bedeutung hat Weihnachten als christliches Fest heute noch für Kinder und Jugendliche? „Das große Staunen, das Hoffen und Bangen, ob man das Geschenk bekommt, was man sich wünscht, und das Sich-Überraschen-Lassen, das Nicht-Erwarten-Können – das alles ist immer noch genauso vorhanden wie zu meiner Kinder- und Jugendzeit“, sagt der 39 Jahre alte Kreisjugenddiakon Hauke Bruns. Jedenfalls habe er das in dieser Adventszeit wieder jeden Morgen bei seiner elf Jahre alten Tochter und seinem viereinhalb Jahre alten Sohn festgestellt, wenn sie ein weiteres kleines Geschenk aus dem Adventskalender nehmen konnten.

Auch an diesem Heiligabend werde sicher gleich nach dem um 15 Uhr beginnenden Weihnachtsgottesdienst die Unruhe stärker werden, um möglichst bald die Bescherung zu erleben. Auch das zeige: „Die Magie von Weihnachten ist immer noch vorhanden.“

Verbinden Kinder und Jugendliche mit Weihnachten mehr als nur Geschenke? „Meine Kinder wissen aus Kindergarten, Schule und Gottesdiensten, dass an Weihnachten Jesus geboren worden ist. Ob sie damit auch den Erlöser der Welt und den Friedensbringer stets vor Augen haben, weiß ich nicht“, sagt Hauke Bruns.

Aus seiner Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit kann der Kreisjugenddiakon aber feststellen: „Dieser urchristliche Gedanke ist noch immer da: An Weihnachten kann man besonders stark Gemeinschaft erleben.“ Bei Jüngeren beziehe sich das auf die Kernfamilie. Bei Älteren stünden Treffen mit Freunden oder mit der Partnern im Vordergrund.

Auch Weihnachten als das Fest der Gottes- und Nächstenliebe ist nach Einschätzung des Kreisjugenddiakons noch präsent. „Die Hoffnung, dass es ein Fest der Liebe und des Füreinanders ist, ist jedes Jahr gegeben. Alle versuchen, in kleinem Rahmen Weihnachten zu einem schönen Fest zu machen, zumal sie die größeren Dinge nicht beeinflussen können.“

Hauke Bruns sieht zudem, „wie viele Ehrenamtliche aller Altersgruppen sich Weihnachten engagieren – in der Kirche und darüber hinaus.“ Für ihn sind Familie und Gemeinschaft wichtige Grundsteine des christlichen Glaubens. Ohne ein Füreinander und Miteinander mache das Christentum nicht viel Sinn.

Seit dem Alter von zwölf Jahren hatte Hauke Bruns in seiner Heimat-Kirchengemeinde Stickgras in Delmenhorst in Jugendgruppen sowie an Weihnachtsgottesdiensten im Chor oder im Krippenspiel mitgewirkt. Auch als Bühnenbildner hat ihm das stets viel Spaß gemacht. „Ich habe mich jedes Jahr auf Weihnachten gefreut, um dann für das Bühnenstück zu basteln und zu bauen. Das war der Höhepunkt des Jahres.“

Diese Freude in seiner eigenen Jugend hat ihn zu seinem heutigen Beruf geführt. Zudem erarbeitet er seit fünf Jahren mit Jugendlichen jedes Jahr ein kurzes Theaterstück mit Bühnenbild für die „Night Church“ in Brake um den 14. Dezember herum. Dazu gehört ein Abendgottesdienst mit anschließender Disco.

Der Kreisjugenddiakon ist das ganze Jahr über oft genug beruflich unterwegs, wenn andere frei haben. Deshalb folgt er einem Rat eines Kollegen und legt seinen Urlaub stets so, dass er Weihnachten nicht arbeiten muss, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. „Weihnachten ist für mich persönlich das Fest der Familie für die Familie.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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