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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Literatur: Wem die Stunde in der Zelle schlägt

21.01.2017

Brake Der Roman mit dem grünen Einband rechts oben im Regal fällt sogleich ins Auge: „Hurra, wir leben noch“ von Johannes Mario Simmel ist eines von vielen Büchern, das in der Braker Telefonzellen-Bibliothek für Leseratten bereitsteht. Gib eins, nimm eins, lautet die Devise. Und es seien viele Braker, die sich Bücher ausliehen und andere Schmöker in die Telefonzelle stellten, erzählen Tina Wulf und Svea Hanssen vom Brake Verein, die diese Form der Buchausleihe vor mehr als einem Jahr mit angeschoben haben.

Simmels Titel ist wie Ernst Hemingways Klassiker „Wem die Stunde schlägt“ eine Art Leitspruch für die kleine Bibliothek. „Wir hatten die Idee zu der Bibliothek und waren lange Zeit auf der Suche nach einer Telefonzelle“, sagt Svea Hanssen. Im Central-Theater seien sie fündig geworden, merkt Tina Wulf an. Mit der Hilfe von Museumsmitarbeitern und dem Bauhof sei die Telefonzelle dann hergerichtet und im Museumsgarten aufgestellt worden. Dass die Zelle bislang unbeschadet überdauert hat, freut die beiden dann auch sehr. Anfangs hatten sie doch Bedenken, diesen Ort für literarische Begnungen permanent geöffnet zu halten. „Wir hatten Angst, dass randaliert wird“, so Tina Wulf am Freitag.

24 Stunden an sieben Tagen pro Woche ist das Bücherregal im Museumsgarten zugänglich. Mit einem kräftigen Zug schwingt die Tür auf, doch kein Apparat mit einem schwarzen Hörer hängt an der Wand. In der Telefonzelle warten Romane, Hefte für Kinder und auch Kochbücher darauf, gelesen zu werden. Erstrahlt die kleine Bibliothek innen in postgelb, ist sie außen mit einer lesenden Meerjungfrau, an Segel erinnernde Bücher und mit bunter Farbe verziert. Der Künstler Ulrich Thul hatte die Idee dazu.

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Die Bibliothek im Museumsgarten wird genutzt. Ständig seien andere Bücher in den Regalen zu finden, berichtet Svea Hanssen. Im Dezember habe sie 20 Bände in die Regale gestellt, davon seien jetzt nur noch zwei vorhanden. Sie selbst schaue immer mal wieder vorbei und würde zu Kriminalromanen greifen, die sich gut während den Zugfahrten lesen ließen. Aktuell lese sie den Roman „Cheng“ des Autors Heinrich Steinfest. In dem außergewöhnlichen Krimi geht es um mysteriöse Telefonanrufe – irgendwie passend zur offenen Braker Bibliothek.

Auch Tina Wulf freut sich darüber, dass das Angebot so gut ankommt. hin und wieder würden Bücher aussortiert, die nicht so großen Anklang fänden, erzählt sie. Zum Schneeflöckchenmarkt habe sie jedoch mehrere plattdeutsche Bücher, unter anderem von Alma Rogge, in die Regale gestellt. Die Romane und Geschichten seien mittlerweile alle vergriffen, sagt sie.

Und so bietet sich der Museumsgarten bei schönem Wetter, treu dem Roman „Der Winter, der ein Sommer war“ von Sandra Peretti, für eine erste Leseprobe an. Geschmökert werden kann zu Hause.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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