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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Wenn die Liebe blind macht

07.03.2006

Noch 13 weitere vorstellungen

Nach der Premiere in der Stadthalle wird sich noch weitere 13-mal der Vorhang für den Dreiakter „Roggenbrot mit Zuckerguss“ öffnen. Die Vorstellungen werden im Zwei-Tage-Rhythmus auf der Foyer-Bühne im Schulzentrum Wurpstraße stattfinden. Beginn ist jeweils, wenn nicht anders vermerkt, um 20 Uhr.

Schon heute, Dienstag, geht es los mit der ersten Folgeaufführung. Die weiteren Termine: Donnerstag, 9. März; Sonntag, 12. März (15.30 Uhr); Montag, 13. März; Mittwoch, 15. März, Freitag, 17. März; Sonntag, 19. März (15.30 Uhr); Dienstag, 21. März; Donnerstag, 23. März; Sonnabend, 25. März; Montag, 27. März; Mittwoch, 29. März; Freitag, 31. März.

Kartenvorverkauf nur bei Elektro und Spielwaren Meyer, Elsfleth, Schreibwaren A. Bolles-Wötzel, Brake-Kirchhammelwarden, oder unter 04404/3219 (Werner Ahlers).

Premiere feierte die Speelschar des Bürgervereins Hammelwarden-Lienen. Die schauspielerische Leistung des Ensembles fand verdiente Anerkennung.

von Evelyn Eischeid ELSFLETH - Premierenstimmung herrschte hinter der Bühne bei der Speelschar und Bühnencrew des Bürgervereins Hammelwarden-Lienen, in der rappelvollen Stadthalle beim Publikum sowieso. Dann hebt sich der Vorhang zur Premiere des heiteren Dreiakters von Helmut Schmidt „Roggenbrot mit Zuckerguss“, und ein anerkennendes Gemurmel geht durch die Reihen. Was für ein Bühnenbild: Die Struwesche Bäckerei perfekt bis ins Detail, von den Meisterbriefen über den historischen Brotschneider bis hin zu den frischen Backwaren, gesponsort (täglich frisch auch bei den Folgeaufführungen) von der Bäckerei Heeren.

„Liebe macht blind“ – hätte dieser Spruch keine Gültigkeit mehr, dann wären der Bäckersfamilie Struwe allerlei Kalamitäten erspart geblieben. Aber Liebe macht immer noch blind und so schleppt die schwer verliebte Bäckerstochter Traute (Ramona Schau) Vater Benno (Wolfgang Jäkel) und Mutter Lotti (Ursel Müller) nach rasant kurzer Kennenlernzeit einen Schwiegersohn ins Haus. Gerade zum rechten Zeitpunkt, da das Ehepaar Struwe sich aufs Altenteil zurückziehen will.

Eigentlich sollte Bäckerssohn Werner (Dennis Rüthemann) den florierenden Betrieb übernehmen, aber der wenig hoffnungsvolle Filius schläft gern bis in die Puppen und frisiert lieber heiße Öfen auf. Das missfällt nicht nur den Eltern, sondern auch Kundin Irene Hinrichs (Gertrud Nieß). Für ihre Versuche, die drömelige Tochter Susanne (Alke Bollmann) eher mit der lukrativen Bäckerei als mit Bäckereierben zu verbandeln, gebührt ihr glatt ein Kuppelpokal. Also „Land in Sicht“ für den hergelaufenen Schwiegersohn Hilko (Jürgen Heinemann), der sich als furchtbar netter Kerl und versierter Bäckergeselle entpuppt. Von derlei Qualitäten sind auch Kundin Adele (Gunda Alexander) und die geheimnnisvolle Fremde Tanja Rull (Sylke Janßen) überzeugt. Nicht so der Betriebserbe sowie der Geselle Ewald (Harald Groenenboom), die sich anschicken, Hilkos Erzeugnisse mit branchenfremden Zusätzen aufzupeppen.

Mit Zuckerguss auf Roggenbrot, mit Gips statt Mehl und Rizinus statt Bäcköl in den Struweschen Backspezialitäten erzielen sie durchschlagende Erfolge, bei den Kundinnen und beim Ehepaar Struwe: „Ick mutt mal eben gau nach Tant‘ Meyer“ japst Lotti und Ehemann Benno hechtet gleich hinterher. Kundin Irene droht eine Klage an – sie hat in ihrer netten Art ihrem Ehemann ein hammerhartes Baguette über den Schädel gezogen. Aber wieder in trauter Eintracht trifft sich die ganze Schar aufgebrezelt und in Feierstimmung am Tag der Geschäftsübergabe: Welch ein Glück – die größte Katastrophe kann im letzten Moment noch verhindert werden.

„Wunderbar gespielt und von einem ganz tollen Ensemble“ lobt der Spiekerbaas des Oldenburger Speelkrings, Jürgen Hennings, als sich der Vorhang senkt, der tosende Schlussapplaus des Premierenpublikums gibt ihm recht. Fazit: Die Stücke des Autors Helmut Schmidt sind oft „Roggenbrot“ und werden erst richtig schmackhaft, wenn eine glänzend aufgelegte Crew voller Spielfreude den „Zuckerguss“ oben drauf setzt.

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