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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

AUFFÜHRUNG: Westpakete, Wodka und Montagsdemo

23.05.2008

NORDENHAM Die Premiere ihres Stückes „Die Schwester von drüben“ feierte jetzt die Theater-AG des Gymnasiums Nordenham. In der Aula der Schule führten die Jugendlichen das Werk der Autorin Roswitha Wünsche-Heiden vor gerade einmal 25 Besucher auf.

„Nicht dass ihr meint, ich hätt’s mit Politik“, lautete der erste Satz von Hauptfigur Rosemarie, wunderbar gespielt von Maren Tesch. Tatsächlich war das Stück hochpolitisch. Erzählt wurde das Leben von zwei Schwestern. Eine lebt mit der Mutter in der BRD, die andere in der DDR. Von 1959 bis in die frühen Neunziger spielt die Geschichte vom Schicksal der Rosemarie im Westen und von Gisela im Osten. Passend zum Stoff war die Bühne während des ganzen Spiels zweigeteilt in ein Ost- und ein Westwohnzimmer, in denen die jeweiligen Familien Westpakete packten, über den Mauerfall staunten oder die Arbeitslosigkeit mit Wodka verdrängten.

Die Schüler hatten neben authentischen Kostümen auch eine professionell anmutende Bühnendekoration zusammengestellt. Als besonderen Effekt gab es eine große Leinwand, auf der zwischen den Szenen kurze geschichtliche Abrisse gezeigt wurden. Unterlegt mit Musik von den Beatles bis hin zu den Scorpions flimmerten Bilder vom Kennedy-Besuch in Berlin bis zur Wiedervereinigung Deutschlands über die Wand.

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Die Nachwuchsschauspieler glänzten durch eine durchweg gute Leistung. Besonders eindrucksvoll spielte Theresa Tesch als Mutter Marianne. Neben Maren Baars hatte sie den meisten Text zu bewältigen und machte den Eindruck, als hätte sie das Schauspielern im Blut. Für einige komische Szenen sorgten Marvin Debelts in der Rolle des humorvollen Enkels Sascha und Sabrina Parchmann, die als ostdeutsche Teilnehmerin einer Leipziger Montagsdemo das Publikum mit fast originalem sächsischen Dialekt zum Lachen brachte.

Auch die anderen Mitwirkenden Rabea Hein, Jan Kampe, Hassan Gündogar, Wendy Hardt, Sebastian Rademacher, Nina Reck, Svenja Diekmann, Julia Hakimova und Tobias Patzke begeisterten die Zuschauer. Das liebevoll inszenierte Stück erntete großen Beifall. Einziges Manko war die ungleiche Aufteilung der Szenen. Diese spielten sich vorrangig auf der Westseite ab.

AG-Leiter Hartmut Neumann, der auch für die Bühnentechnik zuständig war, zeigte sich am Ende sehr zufrieden: „Es war eine gelungene Premiere, alles hat gut geklappt, nur mehr Zuschauer hätten es sein können.“

Die können aber noch kommen. Die Theater-AG führt ihr Stück am heutigen Freitag ab 19.30 Uhr noch einmal in der Aula des Gymnasiums auf sowie am Freitag, 13. Juni, im Güterschuppen an der Müllerstraße. Karten sind in der Schule und bei NMT erhältlich.

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