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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Geschichte: Wie aus dem „Grauland“ das Butjenter Watt wurde

01.04.2016

Iffens Sensationsfund auf der Umweltstation Iffens: Wolfgang Meiners und sein Team haben bei Aufräumarbeiten alte Reiseunterlagen entdeckt, aus denen hervorgeht, dass der Begriff Watt auf den schottischen Erfinder James Watt zurückgeht.

James Watt erblickte 1736 im schottischen Greenock das Licht der Welt und starb am 25. August 1819 in seinem Haus in Heathfield, Staffordshire. Seine einflussreichste Erfindung war die Verbesserung des Wirkungsgrades von Dampfmaschinen. Ihm zu Ehren wurde eine physikalische Einheit benannt – jeder, der schon einmal eine Glühbirne eingeschraubt oder sich damit beschäftigt hat, wie viel Strom sein Kühlschrank verbraucht, weiß das.

Nicht bekannt war hingegen bislang, dass der erfinderische Schotte auch der Namensgeber des Watts war, das bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts nur als „Grauland“ bezeichnet wurde. Wolfgang Meiners hat anhand der alten Unterlagen auch herausgefunden, dass der Ortsname Waddens auf James Watt zurückgeht. Ebenfalls eine Rolle spielt dabei die Ortschaft Tettens im heutigen Nordenham.

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Alles begann im Jahr 1712, als das Segelschiff „Teddy“ von London nach Bremen unterwegs war. Wegen starken Ostwinds verzögerte sich die Fahrt so sehr, dass an Bord bald die Lebensmittelvorräte ausgingen. So beschloss Kapitän Edward am 14. Februar des Jahres, in der Wesermündung die Fahrt für ein Mittagessen zu unterbrechen. An Land fand die Mannschaft ein Gasthaus, das von der flotten Gesche geführt wurde. Edward verguckte sich in die Dame – und blieb. In Anlehnung an sein Schiff, die „Teddy“, erhielt die Ortschaft, in der sich der Gasthof befand, bald den Namen Tettens. Und deren Einwohner pflegten mehr und mehr den Kontakt zu Großbritannien.

So kam 1756 – ein Jahr, bevor er eine Stelle als Instrumentenmacher an der Universität von Glasgow antrat – auch James Watt nach Butjadingen. Der Erfinder wollte sich nach den Recherchen der Umweltstation an der frischen Seeluft erholen. Er unternahm ausgedehnte Spaziergänge an der Küste.

Dabei fiel James Watt das Grauland auf, dem die Menschen bis dahin nur wenig Beachtung geschenkt hatten – schließlich konnte man darauf keine Fische fangen, man konnte es nicht mit Schiffen befahren, und die Oldenburger Grafen konnten dort nicht mal Pachtzins eintreiben.

James Watt jedoch – so ist in den alten Reiseunterlagen zu lesen – war fasziniert vom Grauland. Und er steckte mit dieser Faszination seine Mitmenschen derart an, dass sich für das Grauland bald der Name Watt einbürgerte. Angeblich geht auf diese Bezeichnung auch der Ortsname Waddens zurück. Die Bewohner nannten ihre Siedlung Wattens. Da sie aber alle Plattdeutsch sprachen, wurde daraus bald der heute bekannte Namen Waddens.

An diesem Freitag, 1. April, soll eine Gedenktafel in Auftrag gegeben werden, die bald daran erinnern wird, dass Waddens letztlich James Watt seinen Namen zu verdanken hat. Die Tafel soll im Sommer in Waddensersiel aufgestellt und dann feierlich enthüllt werden.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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