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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Seefelder Mühle: Wie Menschen willenlos gemacht werden

29.06.2015

Seefeld Das Muster der Handlung ist nicht neu. Eine unbekannte Macht übt durch sein Bodenpersonal Kontrolle über die Menschen aus. Wissenschaftler manipulieren Probanden, halten sie gefangen und führen Experimente an ihnen aus.

Dieses Handlungsschema ist auch Grundlage für das neue Theaterstück „Dogperiment“ der Seefelder Jugendtheatergruppe, das nicht nur lokal, sondern auch inhaltlich in der Seefelder Mühle und im Müllerhaus spielt. Nichts Neues könnte man meinen, doch das Stück hat einen besonderen Kick.

Nicht nur konsumieren

Die zehn Spieler gehen noch weiter und agieren nicht allein, das Ziel ist die aktive Mitgestaltung durch die Besucher. Je nachdem wie geschickt sich die unwissenden Theatergäste anstellen, geht es im Stück in den Szenen zügig vorwärts oder eben nicht. Jede Gruppe bekommt einen sogenannten Guide an die Hand, der sie führt und nur sehr reduziert zu der Lösung des gerade auftretenden Problemes beiträgt.

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„Bitte keine Fenster und Türen öffnen und die Regeln beachten“, mahnt er. Die Besucher sind also aufgefordert, selbst mitzudenken, nicht nur zu konsumieren, sondern auch mitzugestalten. Nur so erfahren sie mehr über den Inhalt. Sie werden gleichsam Teil der Inszenierung und bekommen so ein ganz anderes Gefühl für das Theaterspiel. Die strikte Trennung zwischen Darstellern und Zuschauern wird aufgehoben. Den Handlungsverlauf in diesem Erlebnistheater können sie nicht ändern, aber sie können ihn erheblich verzögern.

Mit diesem ganz neuen Spielkonzept hat das Jugendtheater der Seefelder Mühle am Wochenende in zwölf Aufführungen überrascht. Für die Besucher, die Teil des Spiels werden, ist das sogenannte „Gaming“ eine weitere große Herausforderung. Naturgemäß sind die Lösungsansätze mehr im technisch-elektronischen Bereich angesiedelt, was zumindest bei einem Besucher pro Durchlaufgruppe mit Computerkenntnissen verbunden sein sollte.

„In der Gruppe entsteht eine eigene Dynamik während des Durchlaufs“, erklären die beiden Spielleiterinnen Stefanie Becker und Leonie Lagemann. Man könne nicht vorhersagen, wie sich die Szenen entwickeln.

Jeweils zehn Zuschauer

Mit dem „Dogperiment“ feierte diese ungewohnte Inszenierung am Freitag seine Premiere. Nur jeweils zehn Zuschauer konnten dabei eine 45-minütigen Durchlauf machen, vier Durchläufe wurden an diesem Abend durchgeführt. Die Gäste konnten vor Beginn noch einige Items (Hilfsmittel) erwerben, die ihnen bei den Szenen vielleicht behilflich sein konnten. Eine Tarnkappe, eine Taschenlampe oder eine Münze zählten dazu. Die Tour begann im Müllerhaus und endete im Obergeschoss des Mühlencafés.

Zu den jungen Darstellern Hanna Böning, Lena Wiggers, Leenert Wiggers, Lennart Larhrmann, Leonie Lagemann und Miles Koopmann stießen Bastian Möhlmann, Martje Grabhorn und Tade Grabhorn neu hinzu. Reaktiviert werden konnte Philipp Emmert. Und auch die Spielleiterin Leonie Lagemann war neu dabei und übernahm einen Part.

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