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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„Wir brauchen das Freibad“

14.04.2012

BRAKE Rosa Herbak ist fünf Jahre jung. Im Braker Stadtbad war sie aber schon einige Male. „Mit meiner Kindergartengruppe“, erzählt sie stolz. „Ganz toll“ habe es ihr gefallen. Rosas Mutter Iris Herbak (38) kann nur beipflichten. „Wir sind im Freibad groß geworden, und ich habe dort Schwimmen gelernt“, berichtet sie. Das Bad müsse unbedingt erhalten bleiben.

Rosa und ihre Mutter zählten zu den zahlreichen Besuchern der Rollenden Redaktion, die die NWZ  am Freitag vor dem Famila-Center aufgebaut hatte, um mit Bürgern über das Freibad ins Gespräch zu kommen. Fazit: Alle sind für den Erhalt des Bades. Viele der Bürger finden die Idee gut, anstelle des großen Beckens ein neues Außenbecken zu bauen, das durch eine Schleuse mit dem Hallenbad verbunden ist.

Wichtiges Angebot

Wilfried Warrelmann (70) denkt vor allem an Kinder und Jugendliche. „Das ist ein wichtiges Freizeitangebot“, meint er. Die Strömung, die inzwischen in der Weser herrsche, sei viel zu gefährlich, als das Kinder dort schwimmen sollten, findet Warrelmann. Umso wichtiger sei es, dass Brake auch in Zukunft über ein Freibad verfügt – idealerweise in Form eines Außenbeckens mit Schleuse.

„Das Freibad ist Pflicht. Wir brauchen es für unsere Jugend“, findet auch Michael Rockel (44). Er könnte sich jedoch gut vorstellen, einen Teil der jetzigen Außenfläche für andere Zwecke zu nutzen – beispielsweise als Platz für Wohnwagen und -mobile.

„Traurig“ sei es, dass es aus Kostengründen inzwischen überall Einschränkungen gebe, sagt Traute von Waaden (59). Sehr bedenklich sei es, dass viele Kinder heute nicht mehr Schwimmen lernten. Alleine schon aus diesem Grund kommt für die 59-Jährige eine Schließung des Freibades nicht in Frage. Ihre favorisierte Lösung: ein Außenbecken bauen und die restliche Fläche anderweitig nutzen. Gut vorstellen kann sie sich auch, dass die Stadt Brake Kooperationen mit Behinderten-Einrichtungen eingeht, um so zu einer besseren Auslastung des Bades zu kommen.

„Für die Schwimmausbildung von Kindern wäre ein Aus für das Freibad ein großer Verlust“, glaubt Raimund Zimmermann (69), der über 30 Jahre lang als Lehrer selbst Schwimmunterricht in Brake gegeben hat. „Der Jugend muss etwas geboten werden“, findet Selma Weiner (75). Ihre in der Nähe von Bremen wohnenden Enkel seien „begeistert“ vom Braker Freibad, das sie bei gutem Wetter immer aufsuchen, wenn sie zu Gast bei der Großmutter sind.

Wasser aufheizen

Wäre das Wasser des Freibads im Sommer aufgeheizt, würden auch mehr Besucher kommen, ist Gisela Finke (62) überzeugt. „Ich würde jeden Tag schwimmen gehen.“ Kostengünstig ließe sich ein Aufheizen des Wassers über eine Solaranlage bewerkstelligen, regt sie an.

Von der Stadt Nordenham könne sich Brake in Sachen Freibad „etwas abgucken“, findet Jürgen Blachnik (61). Soll heißen: Wie beim Störtebeker-Bad sollte an das bestehende Braker Hallenbad ein Außenbecken angebaut werden. Dagegen findet Gerd Müller (72), dass das Braker Freibad uneingeschränkt erhalten bleiben soll. „Dann muss man an anderer Stelle versuchen einzusparen, aber nicht auf Kosten der Kinder“, sagt Müller.

Dirk Schmele (45) spricht sich ebenfalls für den Erhalt aus. Zur Attraktivitätssteigerung könnten „Themenbereiche“ für unterschiedliche Altersgruppen geschaffen werden, regt er an. Auch für Uwe Gras (67) ist die Außenbecken-Lösung keine Alternative: „Die Grünanlagen sind notwendig, man muss doch irgendwo liegen können.“

Flexibler auf das Wetter reagieren und im Zweifel eher das Hallenbad öffnen, ist für Hans-Georg Büsing (65) die bessere Alternative als ein Außenschwimmbecken. Auch für ihn gilt also: „Wir brauchen das Freibad.“

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
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Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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