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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Wohnzimmerkonzert mit Meistergitarrist

28.04.2015

Brake Es war einmal ein Gitarrist, der einen neuen Stil kreierte: Jean „Django“ Reinhardt vermischte Elemente des Jazz, des Swing, der französischen Musette-Walzer und der Musik der Sinti und Roma zum unverkennbaren Gypsy Swing. Trotz einer verkrüppelten Hand beherrschte Reinhardt die speziell für diese Musikrichtung von dem Italier Mario Maccaferri gebauten Instrumente meisterhaft.

Dass der 1953 verstorbene Reinhardt einen würdigen Nachfolger gefunden hat, zeigte sich am Freitagabend im Central-Theater: Dort überzeugte der Gypsy-Gitarrist Joscho Stephan auf ganzer Linie. Zur Seite standen dem 35-jährigen Mönchengladbacher Volker Kamp am Bass und Vater Günter Stephan an der Rhythmusgitarre.

Bereits als 20-Jähriger hat Joscho Stephan sein erstes Album veröffentlicht. Wie Django Reinhardt spielt auch er auf der Maccaferri-Gitarre, zu erkennen an dem charakteristischen D-Schallloch. Und natürlich ist das erste Stück des Konzerts in Brake „Django’s Tiger“, eine Hommage an das berühmte Vorbild.

Im Saal des Central-Theaters ist die Besucherzahl leider recht überschaubar; das Trio verzichtet daher auf die große Bühne, sondern sitzt vorne am Bühnenrand, ganz dicht bei den Zuhörern. „Das ist fast schon wie ein Wohnzimmerkonzert“, grinst Joscho.

Die Zuhörerschar ist zwar klein, die Begeisterung dafür aber umso größer. Selten gehen Konzertbesucher bei musikalischen Darbietungen im Central-Theater so mit wie an diesem Abend die Braker Gypsy-Swing-Freunde.

Joscho Stephans Zaubereien auf der Gitarre, Volker Kamps genial improvisierte Bass-Soli und Günter Stephans treibende Rhythmen: Alles ruft spontanen Beifall hervor. Nach dem Titel „Swinging Strings“ ist auch der Gitarrist mit sich zufrieden: „Ich denke, das war ein berechtigter Applaus“, grinst Joscho Stephan – und lässt das Publikum wissen: „Wer ein Instrument spielt, der sollte wissen, üben lohnt sich.“

Das sagt der Musiker und lässt das Publikum gleich darauf einmal mehr staunen über flinke Finger, die über das Griffbrett tanzen und dabei schier Unglaubliches aus den sechs Saiten holen.

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