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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Zwischen Himmel und Hölle

28.01.2014

Lemwerder Zu einem „himmlischen Vergnügen“ luden die Werbegemeinschaft Lemwerder als Organisator und die „Speelkoppel Hoyerswege“ ein. Doch anstatt wie gewohnt in der Ernst-Rodiek-Halle gastierte die plattdeutsche Theatergruppe mit ihrem aktuellen Stück „Nich Heven un nich Höll“ in der Aula des Gymnasiums. „Komplett ausverkauft ist die Vorstellung wieder“, freute sich der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Carsten Dähnhardt, über das rege Interesse an der 21. Auflage. Geradezu schweißtreibend war in den Pausen die Arbeit von „Glücksfee“ Josephine Dähnhardt, denn wieder lockten viele Gewinne der Werbegemeinschaft, deren Gutscheine die Schülerin nach dem Ziehen der Nummern sofort im Publikum verteilte.

Vor dem Beginn des amüsanten Dreiakters von Wolfgang Binder gehörte die Bühne zunächst einmal dem Schauspielnachwuchs der vor 56 Jahren gegründeten Gruppe. Mit verschiedenen Sketchen brachten Leonie Heine, Leana Richter, Maite Ziegler sowie Iris und Mirco Timmermann die 180 Zuschauer zum Lachen.

Darüber, ob es für Markus Walther (Jan Kratzmann) nach seinem tödlichen Verkehrsunfall Hörner oder Flügel gibt, waren sich anschließend die höllische Außendienstmitarbeiterin Frau Düwel (Linda Timmermann) und ihr himmlischer Kollege Herr Engelen (Wolfgang Liebegeld) uneins. Aber zum Glück gab das HHGB (Himmlisch-Höllisches Gesetzbuch) den Generalhandlungsbevollmächtigten Entscheidungshilfen.

Mit der schwierigen Aufgabe, 24 Stunden lang ausnahmslos die Wahrheit zu sagen, wurde der rasante junge Unfallfahrer, der gerade auf dem Weg zum Kennenlernen der Eltern seiner neuen Freundin Kathrin (Desiree Heine) war, darum für einen Tag zurück auf die Erde geschickt. Nicht nur bei Schwiegereltern in spe (Renate und Gerold Otte), sondern auch bei Kathrins Schwester (Alexandra Körner) und deren grillbegeisterten Mann (Herwig Kunst) sorgte die gnadenlose Aufrichtigkeit von Markus für mancherlei Ärgernis.

Ein Glücksfall sei Jan Kratzmann für die Gruppe. Gerade junge Männer für das volkstümliche Theater zu begeistern, ist schwer, lobte Herwig Kunst den neuen Kollegen, der eigens für seine erste Theatersaison im Crashkurs Plattdeutsch lernen musste und nebenher noch für die Spezialeffekte sorgte. Auch für Desiree Heine war es nach dem Entwachsen der Jugendgruppe das erste Stück mit dem eingespielten Ensemble.