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Reisebericht „Zuhause in der Wesermarsch“ in der Kulturmühle Berne Künstlerpaar Heißenhuber macht Liebeserklärung an ihre Wahlheimat

Gabriele Bode
Statt Impressionen weiter Reisen machten Elfie und Wolfgang Heißenhuber diesmal ihrer Wahlheimat mit idyllischen Bildern eine Liebeserklärung.

Statt Impressionen weiter Reisen machten Elfie und Wolfgang Heißenhuber diesmal ihrer Wahlheimat mit idyllischen Bildern eine Liebeserklärung.

Gabriele Bode

Harmenhausen/Berne - Schon oft haben Elfie und Wolfgang Heißenhuber mit ihren Reiseberichten das Publikum in ihren Bann gezogen. Mit wunderschönen Impressionen aus Botswana, Kuba oder auch New York weckte das Künstlerpaar aus Harmenhausen, das vor rund vier Jahrzehnten aus Süddeutschland in die Wesermarsch zog, bei so manchem Zuschauer Fernweh. Doch warum immer in die Ferne schweifen, wo es doch in der unmittelbaren Umgebung so viel Schönes zu entdecken gibt? Das war schwieriger als gedacht, hieß es jetzt in der Kulturmühle Berne bei der Präsentation ihres neuesten Projekts.

22 Stunden Filmmaterial

Die bisherigen Reisen hatten mit drei oder vier Wochen stets einen begrenzten Zeitrahmen. Also wo sollte man anfangen, bei den in drei Jahren zusammengetragenen Aufnahmen der südlichen Wesermarsch? Wie einen roten Faden finden? Was ist wichtig? Mit diesen Fragen hatte man sich auseinanderzusetzen, berichtete Wolfgang Heißenhuber zunächst einmal von der Herausforderung, die 22 Stunden Filmmaterial so zu schneiden, dass niemand gelangweilt den Raum verlässt. Eine Liebeserklärung an die Heimat war das, was dabei schließlich heraus kam.

Durch die Jahreszeiten

Unter dem Titel „Zuhause in der Wesermarsch“, einem Streifzug durch alle Jahreszeiten, ging es durch ein Gebiet voller Wasser, mit gekrümmten Wiesen, mit sich im Sturm wogendem Schilf, urigen Bauernhäusern, die in Moorriem weißes Fachwerk haben, mit Pilgerkreuzen, bunten Drachen und Bewohnern wie Störchen, Kühen, Fröschen oder auch Schafen. Es gab Impressionen von dicken Pötten, kleinen Booten, Werften oder urwaldähnlichen Pfaden voller moosbedeckter Bäumen. Aber auch Erinnerungen an Vergangenes wurde beispielsweise mit der inzwischen abgebauten Hubbrücke über die Hunte geweckt. Bestens passten die als Übergänge eingeblendeten Gemälde und Plastiken des Künstlerpaars.

Zuschauer mitgereist

Vorzeitig aufgebrochen ist niemand bei den genauso künstlerisch wie idyllisch in Szene gesetzten, mit kurzen Texten und passender Musik untermalten Bildern, die mit der erwachenden Natur im Frühling begannen und mit idyllischen Winterimpressionen endeten. Vielmehr hieß es seitens des begeisterten Publikums nach 65 entspannten, aber keineswegs langweiligen Minuten: Wir sind mitgereist. Alles Kleinigkeiten, die jeder kennt und die durch den gekonnten Schnitt von Wolfgang Heißenhuber und die eher knappen Texte seiner Frau Elfie zu einer großen Sache wurden. Ihre Reise durch Portugal und nach Madeira ist das nächste Projekt, auf das sich die Fans der Heißenhubers freuen dürfen.

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