Elsfleth - Die Stadt Elsfleth muss sich in den nächsten Jahren Gedanken um den Kunstrasenplatz an der Peterstraße machen. Die CDU/SPD-Gruppe hatte im Ausschuss für Soziales, Kindertagesstätten, Jugend und Sport um einen Sachstandsbericht zum Sportplatz Peterstraße gebeten. Tatsächlich steht dort in den nächsten Jahren eine Grundsanierung an, die rund 500 000 Euro (Stand 2019) kosten werde, berichtete Bauamtsleiter Hartmut Doyen.
Bereits 2019 hatte die Verwaltung eine Konzeptstudie vorgelegt. Das Planungsbüro kam damals zu dem Schluss, dass die Sportanlage an der Peterstraße verbleiben und weiter betrieben werden könne. Dem Belag des Kunstrasenplatzes wurde zu der Zeit eine Restnutzungsdauer von vier bis sechs Jahren eingeräumt.
Lebensdauer 25 Jahre
Demnach müsste eine Grundsanierung, also die Erneuerung der elastischen Tragschicht und des Belages, spätestens im Jahr 2025 erfolgen. Damit diese Maßnahmen wirtschaftlich seien, sollte das Kunstrasenspielfeld mindestens zwei Kunstrasen-Generationen betrieben werden. Dies entspreche einer Lebensdauer von mindestens 25 Jahren, berichtete Hartmut Doyen.
Schon 2012 war der Bau eines Stadions auf einem Grundstück hinter der Stadthalle diskutiert worden. Damals waren unter anderem die Parksituation sowie die „Kessellage“ inmitten der Wohnbebauung und die fehlenden Möglichkeiten für Leichtathletik und andere Angebote ein Nachteil des Standortes Peterstraße gesehen.
In der aktuellen Diskussion kam die Frage auf, ob ein Verkauf des für ein Stadion reservierten Grundstückes für die Finanzierung der Sanierung des Platzes an der Peterstraße genutzt werden könne. Hier müsse zunächst eine Grundsatzentscheidung getroffen werden, ob an dem Stadionbau festgehalten werden solle, sagte Ratsmitglied Volker Osterloh (CDU). Seiner Meinung nach wolle der TuS Elsfleth an der Peterstraße bleiben und dass die Stadt den Bau eines Stadions an anderer Stelle finanzieren könne, sei „utopisch“, sagte er.
Heinz-Hermann Buse (SPD) meinte, dass zunächst die Vor- und Nachteile beider Varianten gegenübergestellt werden müssten. Auch die Vereine sollten noch einmal nach ihrer Meinung gefragt werden. Zwar sei der Bau eines Stadions ein „teurer Spaß“, doch die Stadt leiste sich „auch in anderen Bereichen teure Ausgaben“, argumentierte er. Gudrun Göhr-Weber (Grüne) wies auf die noch immer schlechte Parkplatzsituation an der Peterstraße hin. Hartmut Doyen war der Ansicht, dass die jetzige Fläche an der Peterstraße schon „mehr hergebe“, wenn sie anders beplant werde.
Thema für 2023
Bürgermeisterin Brigitte Fuchs wies darauf hin, dass die Verwaltung in diesem Jahr noch keine Planungen anstellen könne, da im Haushalt bereits sehr viele Maßnahmen vorgesehen sind. Die Verwaltung schlug deshalb vor, für 2023 Planungskosten in den Haushalt einzustellen, um eine Planungsgrundlage zu erstellen. 2024 könnten dann Gelder für geplante Maßnahmen folgen.
