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Landtagswahl in Elsfleth 35 Stimmen bringen Logemann den Sieg

Wahlhelferinnen Jessika Kling und Sonja Ladebuhr und eine Elsflether Wählerin.

Wahlhelferinnen Jessika Kling und Sonja Ladebuhr und eine Elsflether Wählerin.

Evelyn Eischeid

Elsfleth - An ihr Ergebnis der Landtagswahlen 2017 anknüpfen hat die SPD in Elsfleth. Dort sind die Sozialdemokraten mit 34,63 Prozent der Zweitstimmen erneut stärkste Kraft. 2017 hatte die SPD sogar 35,5 Prozent der Stimmen erreicht. Die CDU wird erneut zweitstärkste Kraft in Elsfleth, musste aber Einbußen verbuchen. Die Christdemokraten erhielten am Sonntag 26,98 Prozent der Zweitstimmen. Das sind 6,22 Prozentpunkte weniger als 2017.

Knappes Ergebnis

Bei den Direktkandidaten ging das Ergebnis deutlich knapper aus. Hier hatte Karin Logemann (SPD) mit 36,31 Prozent nur einen hauchdünnen Vorsprung vor Björn Thümler (CDU, beide Berne), der auf 35,41 Prozent der Erststimmen kam. Am Ende brachten 35 Stimmen den Sieg für Karin Logemann. Sie erhielt 1417 Stimmen, Björn Thümler holte 1382 Stimmen.

Grünen-Kandidat Hans-Joachim Janßen kam auf 12,48 Prozent der Erststimmen. Auch bei den Zweitstimmen wurde Bündnis 90/Die Grünen drittstärkste Kraft. Sie kamen am Sonntag auf 13,85 Prozent der Stimmen und konnten damit ihr Ergebnis der Landtagswahl 2017 (9,3 Prozent) um 4,55 Prozentpunkte verbessern.

Die AfD kam am Sonntag auf 10,06 Prozent. 2017 hatte sie noch 5 Prozent der Stimmen in Elsfleth erhalten.

FDP und Linke

Die FDP verliert in Elsfleth. Die Liberalen kamen am Sonntag auf 5,64 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl 2017 waren sie mit 10,5 Prozent noch drittstärkste Kraft in Elsfleth geworden. FDP-Kandidat Christian Meyer-Hullmann (Rastede) holte am Sonntag 6,23 Prozent der Erststimmen. Auf den Linken-Kandidat Albert Mumme (Nordenham) entfielen 4,84 Prozent der Erststimmen. Bei den Zweitstimmen holte Die Linke 2,95 Prozent und büßte damit im Vergleich zu 2017 (4,3 Prozent) 1,35 Prozentpunkte ein. Die Freien Wähler erreichten am Sonntag 0,91 Prozent der Zweitstimmen in Elsfleth und konnten damit ihr Ergebnis aus 2017 um 0,61 Prozentpunkte verbessern. Damals hatten die Freien Wähler 0,3 Prozent der Stimmen erhalten. Ihr Kandidat Wilfried Samtleben (Ganderkesee) erhielt 4,74 Prozent der Erststimmen.


CDU-Ortsvereinsvorsitzender Heinz Doormann zeigte sich am Montag über das Ergebnis ernüchtert. „Wir sind natürlich nicht zufrieden, wie es gelaufen ist“. Dabei habe CDU-Kandidat Björn Thümler in Elsfleth „richtig Stimmen gezogen“, sagte Heinz Doormann. Doch die Themen aus der Bundespolitik hätten in diese Landtagswahl deutlich hineingespielt. Besorgt zeigte sich Heinz Doormann über den Stimmengewinn der AfD.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Daniel Röhrl war am Montag „sehr zufrieden und auch froh, dass Karin Logemann wieder das Direktmandat gewinnen konnte. Hierbei haben die Wesermärschler die gute Arbeit von Karin der letzten Jahre, die Sie für den Landkreis geleistet hat honoriert. Das hat Sie wirklich verdient“, sagte er. Er würde sich freuen wenn es eine neue Koalition ohne die CDU in Hannover geben würde, sagte er deutlich. „Warum 10 Prozent der Elsflether die AfD für eine geeignete Lösung für unsere Probleme halten, kann ich nicht nachvollziehen“, sagte auch der Sozialdemokrat.

Insgesamt waren in Elsfleth am Sonntag 6982 Männer und Frauen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,82 Prozent.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake
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