Lemwerder - Sie schnappten sich wichtige zwei Punkte und machten dem Klassenprimus der Regionalliga das Leben schwer: Die Faustballer des SV Lemwerder haben am Sonntag in eigener Halle zwei starke Auftritte hingelegt. Im ersten Spiel des Tages gewannen sie das erste Duell mit dem SV Armstorf II mit 2:1. Im zweiten Spiel unterlagen sie dem Spitzenreiter TSV Bardowick nach großem Kampf mit 0:2.
Das Team von Trainer Julian Aust geht mit 4:6 Punkten in die Winterpause. Am 23. Januar geht es weiter mit einem Auswärtsspieltag in Hammah gegen den gastgebenden MTV und den SV Düdenbüttel II.
Lemwerder TV - SV Armstorf II 2:1 (11:5, 5:11, 11:3). Patrick Bartelt übernahm die Angabe, Daniel Bartelt den Angriff. Matti Kienast spielte in der Mitte. Für die Abwehr waren Sebastian Drees und Lasse Kienast verantwortlich. Der LTV begann konzentriert und punktete im Rückschlag souverän. Armstorf litt an Abstimmungsproblemen und produzierte Eigenfehler. Der LTV gewann den ersten Satz.
Auch im zweiten Satz spielte der LTV zunächst stark – bis er grundlos das Risiko erhöhte. „Viele geschlagene Bälle landeten im Aus oder in der Leine“, sagte Aust. Hinzu kamen vermeidbare Fehler in der Abwehr. Mit sieben Punkten in Folge entschied Armstorf den Satz vorzeitig für sich.
Vor dem dritten Abschnitt verzichtete Aust auf Aktionismus. Stattdessen erinnerte er seine Spieler daran, warum sie den ersten Satz gewonnen hatte. Daran sollten sie laut Aust anknüpfen. „Und das taten sie auch“, freute sich der Trainer. Über 3:2 und 8:2 machte sein Team den Deckel drauf.
Lemwerder TV - TSV Bardowick 0:2 (7:11, 12:14). Gegen den ungeschlagenen TSV erhielten Lemwerders Spieler klare Vorgaben: Sie sollten schon mit den Angaben den gegnerischen Angreifer aus dem Spiel nehmen, zwischen kurzen und direkt gespielten Angaben wechseln und aus dem eigenen Rückschlag punkten. „Und dieses Konzept ging tatsächlich über weite Stecken auf“, freute sich Aust.
Der LTV führte im Auftaktsatz zwischenzeitlich sogar mit 5:4. Aber Bardowick gewann den Durchgang doch noch, weil sich Lemwerder anschließend zu viele Eigenfehler geleistet hatte. In den entscheidende Momenten habe das Pech sein Team aus dem Tritt gebracht, meinte Aust.
Doch Im zweiten Satz seien seine taktischen Vorgaben sogar noch konsequenter umgesetzt. Das zeigte Wirkung. Lemwerder bestimmte den Durchgang (4:2, 6:4, 10:8), verspielte aber fünf Satzbälle. Während der beiden letzten Angriffe habe Bardowick in höchster Not zwei von Daniel Bartelt gespielte Bälle über die Seite abwehren können, sagte Aust. Im Gegenzug machte der TSV mit drei Punkten in Folge alles klar. „Aber hier war ganz klar mehr drin“, sagte Aust nach einem packenden und hochklassigen Spiel. Die gute Stimmung ließ sich der LTV deshalb nicht verderben.
