Lemwerder - Doppelt so viel Geld ab dem 1. November: Die Ratsmitglieder der Gemeinde Lemwerder haben während der letzten Sitzung der zu Ende gehenden Ratsperiode noch eine deutliche Erhöhung der Fraktionsgelder beschlossen. Künftig erhält jede der fünf im Rat vertretenen Fraktionen pro Ratsmitglied 96 Euro jährlich. Der alte Betrag hatte bei lediglich 51,13 Euro gelegen.
„Interfraktionell ist abgesprochen worden, dass eine Anpassung mehr als überfällig ist“, heißt es im Antrag der FDP-Fraktion vom 10. Oktober. Harald Schöne (FDP) betonte am Donnerstagabend erneut, dass der Antrag federführend für alle Fraktionen im Gemeinderat eingereicht worden war. Die letzte Anpassung liegt bereits rund 30 Jahre zurück. Der Beschluss erfolgte ebenso einstimmig wie die Wahl von Dieter Tönjes zum Nachfolger von Karen Hauck als stellvertretende Schiedsperson.
Finanzen
Nicht abgestimmt wurde hingegen über den Beschlussvorschlag, die zusätzlichen Mittel von rund 46 000 Euro für den Umbau der Feuerwehr Lemwerder überplanmäßig bereitzustellen. Über das Thema soll vielmehr noch einmal in den Fraktionen diskutiert und zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.
Die ursprüngliche Berechnung war von Gesamtkosten für den Umbau in Höhe von 1,866 Millionen Euro ausgegangen. Das Gesamtabrechnungsergebnis wird allerdings vermutlich bei 2,429 Millionen Euro liegen. Da über die Jahre 2016 bis 2021, in denen das Projekt läuft, insgesamt lediglich 2,383 Millionen Euro für das Projekt in den Haushalt eingestellt worden waren, ist nun eine Bereitstellung zusätzlicher Mittel notwendig, die den Fehlbetrag ausgleichen.
Emotionen
Am Ende des öffentlichen Teils der Ratssitzung wurde es dann noch einmal emotional. Bürgermeisterin Christina Winkelmann verabschiedete die vier Ratsmitglieder, die künftig nicht mehr dabei sein werden. „Es weht ein Hauch von Wehmut und Traurigkeit mit. Wir wussten schon seit ein paar Wochen, dass dieser Zeitpunkt kommt. Trotzdem fühlt es sich ungewöhnlich an“, sagte Christina Winkelmann.
Die Bürgermeisterin lobte Wolfgang Eymael (FDP), der zehn Jahre im Rat vertreten war und „seine Meinung immer klar formuliert“ habe. Günter Naujoks (SPD) sei während seiner fünfjährigen Ratszeit laut Christina Winkelmann stets an einer „sachorientierten Diskussion“ interessiert gewesen. Sven Göttsch (UWL) habe in den vergangenen vier Jahren als „ruhiger Pol“ geglänzt und Yener Türkcan (SPD) über drei Jahre einen „möglichst weiten Konsens“ angestrebt.
Die scheidenden Ratsmitglieder, die in diversen Ausschüssen als Vorsitzende oder stellvertretende Vorsitzende viel Verantwortung übernommen hatten, erhielten neben den warmen Worten der Bürgermeisterin noch Präsente.
