Lemwerder - Mit vereinten Kräften wurden in Lemwerder wieder Bäume und Sträucher in die Erde gebracht. Am meisten in der Erde gebuddelt wurde dabei am ehemaligen Bahndamm. Auf dem knapp 900 Meter langen, bisher nur mit Gras bewachsenen Abschnitt hatte der Bauhof Vorarbeit geleistet und rund zehn Meter breite Parzellen für die 480 Sträucher vorbereitet. Das Augenmerk lag in diesem Jahr auf bienenfreundlichen Gehölzen.

Mit zwölf verschiedenen Arten seien sie so zusammengestellt, dass das ganze Jahr hindurch etwas blüht, erklärte Bürgermeisterin Regina Neuke, die wie alle anderen fleißig zum Spaten griff. Dass eine breite Beteiligung der Bevölkerung dabei mal wieder nicht erreicht wurde, nahm sie gelassen.

Umso erfreulicher war es da, dass ein Teil der Hortkinder an der Aktion teilnahm. „Weil sich der Hort als Kinderrat an der Gestaltung des Spielplatzes beteiligt hat, haben wir gefragt, ob auch bei der Pflanzaktion mitgemacht werden soll“, erklärte Leiterin Gitte Wendelken. Zu der nachhaltigen pädagogischen Arbeit käme der andere Bezug zu dem, was geleistet wurde.

In Gruppen wirke die Bepflanzung viel schöner und die Bürger können später beim Spazierengehen die Flächen beobachten, erklärte Kristof Piossek.

Das Anbinden der elf Bäume, die am ehemaligen Bahndamm ebenfalls in die Erde kamen, übernahm der Landschaftsgärtner dann aber lieber selbst. Dann muss man es nicht zweimal machen, schmunzelte er.


Der trockene Sommer und Sturm hatten ihm und den Kollegen in den vergangenen Monaten ordentlich Arbeit beschert. Obwohl zwei bis drei Mitarbeiter täglich bis zu 30 000 Liter Wasser ausbrachten, habe es einige Verluste auf dem Ritzenbütteler Sand, an den Edenbütteler Teichen oder an der Alma-Rogge-Straße gegeben, die nun ersetzt wurden.

Auch auf dem Flugfeld, das im Rahmen eines Projekts der Eschhofschule im vergangenen Jahr aufgeforstet wurde, war das Gärtnerteam der Gemeinde in den Tagen zuvor im Einsatz. Als gesperrtes Gebiet hätte die Bevölkerung nicht einfach so Zutritt gehabt, begründete Piossek, warum er und seine Kollegen das Pflanzen der 610 Gehölze dort selbst übernommen hatten.

Wie immer klang die Pflanzaktion auch dieses Mal wieder mit einem gemeinsamen Essen im Bauhof aus. Und das schmeckte nach so viel Arbeit an der frischen Luft besonders gut.