Lemwerder - Eigentlich gar kein schlechter Gedanke, die drei Straßen im neuen Gewerbegebiet „Edenbüttel II“, das im Anschluss an das Gewerbegebiet am Hansering an der Stedinger Straße entsteht, mit Namen von Hansestädten zu benennen. Schließlich war die Hanse ein Zusammenschluss von Kaufleuten und Städten, um freien Handel untereinander zu ermöglichen.
Aber wird es beispielsweise einer großen und stolzen Stadt wie Hamburg gerecht, eine vielleicht 500 Meter lange Stichstraße nach ihr zu benennen? Harald Schöne hat diese Frage für die FDP-Fraktion im Lemwerderaner Gemeinderat ganz klar mit „nein“ beantwortet und stattdessen für „Seeadlerweg“ plädiert – um damit an den größten Greifvogel zu erinnern, der in der Nähe des neuen Gewerbegebietes heimisch geworden ist.
Aber auch dieser lokale Bezug fand im Finanz- und Planungsausschuss am Donnerstagabend keine Mehrheit.
Sven Schröder von der UWL präsentierte schließlich einen Vorschlag, dem sich eine Ausschussmehrheit als Beschlussempfehlung für den Gemeinderat anschloss: Die Straße vom Kreisel in das Gewerbegebiet hinein mit der bereits erwähnten Stichstraße soll „Unterkämpe“ heißen, die im Gebiet geplante Ringstraße soll „Mittelkämpe“ und die Verbindungsstraße zum Hansering soll „Oberkämpe“ heißen. Damit wird die ehemalige Bezeichnung des Areals („Mittelkämpe“) aufgegriffen.
