Lemwerder - „Wir haben großes Glück gehabt, dass unsere Modenschau aufgrund des Urlaubs eines unserer Modells um eine Woche vorverlegt wurde“, freut sich Hannelore Ebeling. Am ursprünglich geplanten Termin wäre die Veranstaltung in ihrem Modehaus, deren Erlös seit mehr als 20 Jahren der Kinderkrebshilfe Lemwerder zufließt, dem Lockdown zum Opfer gefallen.

Aber nicht nur das: „Es lief richtig gut“, sagt sie, während sie zusammen mit ihrer Mitarbeiterin sowie Christel Krapp-Heckers und Ingeburg Kwiske den Inhalt der „Sozialsau“ zählt, in die die Besucherinnen zweimal jährlich anstatt des Eintrittsgelds eine freiwillige Spende werfen können. Mehr als 20 000 Euro kamen im Laufe der Zeit so schon zusammen. Genau 511,09 Euro waren es dieses Mal.

Der Erlös der zweimal jährlich stattfindenden Modenschauen wird zusammen mit den vielen anderen Spenden der Lemwerderaner Kinderkrebshilfe übergeben, um den Elternverein Leukämie- und Tumorkranker Kinder des Bremer Krankenhauses zu unterstützen. Nach Rücksprache mit dem Verein versucht die Kinderkrebshilfe, den jungen Betroffenen und ihren Angehörigen mit konkreten Anschaffungen das Schicksal etwas zu erleichtern.

Was dieses Mal genau mit dem Geld angeschafft werden soll, steht ausnahmsweise noch nicht fest. „Der Umbau des Krankenhauses hat sich verzögert. Statt in diesem Herbst soll erst 2021 alles fertig sein“, erklärt Christel Krapp-Heckers. Erst dann könne man sehen, woran es fehlt.

Für Hannelore Ebeling hat die Pandemie währenddessen „voll reingehauen“, wie sie sagt. Nach der großen Begeisterung für die neue Frühjahrs- und Sommermode blieb ihren Kundinnen vor dem Verkaufsstopp nur eine Woche Zeit. Zwar war der Laden nach kurzer Zeit wieder geöffnet – allerdings nur wegen der dazugehörigen Reinigung, die weiterhin ihre Dienste anbieten durfte. Nach der Wiedereröffnung ist es nicht mehr wie davor, sagt Hannelore Ebeling traurig. Es kommen deutlich weniger Leute.