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Nordenhamer Wieder Zu Hause „Wetten, dass..?“-Junge Leon erzählt wie alles lief

Jens Milde

Nordenham - Am Montag war wieder Alltag für Leon Lübken. Jedenfalls fast. Dass ihm Klassenkameraden und Lehrer auf die Schulter klopfen und ein „Super gemacht“ zurufen, ist ja so alltäglich auch nicht. Fast alle haben sie den Auftritt von Leon bei „Wetten, dass..?“ gesehen. Der Zwölfjährige aus dem Nordenhamer Stadtteil Atens hat das Publikum mit seiner spektakulären Wette begeistert (die NWZ  berichtete). Per Rückwärtssalto beförderte er acht Bälle von einem Trampolin aus in Mülltonnen. Dafür gab’s nicht nur einen Riesenapplaus, sondern auch viel Anerkennung von Freunden und Verwandten.

Leon besucht die siebte Klasse des Nordenhamer Gymnasiums. Nach dem aufregenden Wochenende in Erfurt war er am Montag noch ziemlich geschlaucht. Aber auch glücklich. Gemeinsam mit seinen Eltern Jens und Klaudia Lübken und seinem Bruder Fabian hat er sich am Sonntag noch die Aufzeichnung der Fernsehshow angeschaut. Und was ist das für ein Gefühl, wenn man sich selbst im Fernsehen sieht? „Irgendwie komisch“, sagt Leon. „Man achtet auf jede kleine Bewegung, die man macht. Und man schämt sich auch ein bisschen.“

Grund zum Schämen hat Leon nun wirklich nicht. Im Gegenteil: Nicht nur seine Aufgabe meisterte er mit Bravour, auch im Gespräch mit den Promis wirkte er ziemlich cool. Das war kurz vor der Sendung aber noch ganz anders. „Ich musste vor der Tür warten, bis ich das Zeichen zum Reingehen bekam. Als ich die Titelmelodie hörte, war ich ziemlich aufgeregt.“

Wie ist die Wette eigentlich entstanden? Leon erzählt, dass er sich gemeinsam mit seinen Freunden immer wieder Spiele ausgedacht hat, in denen das Trampolin im Garten und Bälle eine Rolle spielten. Irgendwann ist zufällig mal ein Ball in der Mülltonne gelandet. „Da hatte ich dann den Geistesblitz“, erinnert sich Leon. Die genaue Aufgabenstellung ist dann in vielen Diskussionen innerhalb der Familie entstanden.

Am Ball geblieben

Leon erinnert sich, dass er bei seinem ersten Versuch, einen Ball per Rückwärtssalto im Mülleimer zu versenken, 55 Anläufe brauchte. Aber er ließ sich von den Rückschlägen nicht entmutigen, sondern blieb im wahrsten Sinne des Wortes am Ball. So wurde es immer besser.


Um ähnliche Bedingungen wie beim Auftritt in Erfurt herzustellen, wollte Leon in der Halle trainieren. Mutter Klaudia fragte bei der Stadt nach. Und die gab grünes Licht. So durfte Leon in den Sommerferien die Atenser Turnhalle nutzen. Nach den Ferien trainierte er in der Sporthalle der Oberschule.

Zur „Wetten, dass..?“-Sendung nahm die Familie das eigene Trampolin mit. Mutter, Vater und Bruder schwenkten ein Spruchband. „Leon hau sie rein“, steht darauf. In Erfurt haben auch einige Prominente darauf unterschrieben. Leon ist mit vielen von ihnen in Kontakt gekommen. Den Komödianten Ralf Schmitz fand er besonders nett. Auch Benedikt Höwedes, von dem er ein Original-Trikot der Nationalmannschaft bekommen hat. Der Zwölfjährige hat eine Frisbee-Scheibe aus der Hundewette ergattert. Und das aus Plastikflaschen zusammengebastelte Surfbrett hat er von den Surfern aus München geschenkt bekommen, die bei der Sendung als Wettkönige ausgezeichnet wurden. „Das waren richtig nette Typen“, schwärmt Leon.

Auch Mutter Klaudia Lübken ist begeistert von dem aufregenden Wochenende. Einen besonders guten Eindruck hat Moderator Markus Lanz hinterlassen: „Er hat sich bei der Generalprobe am Tag vor der Live-Sendung viel Zeit für die Kandidaten genommen.“ Auch mit Bill Kaulitz von der Gruppe Tokio Hotel habe sie sich gut unterhalten.

Viel Zeit genommen

Natürlich werden all die „Wetten,-dass..?“-Souvenirs noch Ehrenplätze in Leons Zimmer bekommen. Der Zwölfjährige ist nach seinem großen TV-Auftritt auf den Geschmack gekommen. Er würde auch gerne bei der Spieleshow „Die perfekte Minute“ mitmachen, die auf Sat 1 läuft. Auch in dieser Sendung geht es darum, knifflige Aufgaben zu lösen. Und das Leon dieses Fach beherrscht, hat er in Erfurt eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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